Trauerfeier für einen getöteten deutschen Soldaten, der bei einem Gefecht nahe Kundus, Afghanistan ums Leben kam. (Bild: AP)
Der Bundestag hat das Mandat für den Afghanistaneinsatz bis 2012 verlängert. Aber der Rückhalt in der Bevölkerung ist gering, die Bundeswehr hat an Ansehen verloren. Die Soldaten fühlen sich allein gelassen. Sie sind dem Prinzip von Befehl und Gehorsam verpflichtet - doch wer hört ihnen zu, wenn es um die Zwischentöne ihrer Auslandseinsätze geht?
Das Gewandhaus zu Leipzig und ein Psychodramatiker bieten Soldaten die Möglichkeit ihre Erlebnisse in Chormusik zu übersetzen. Vier Berufssoldaten lassen sich auf das Experiment ein.
Sie reden im geschützten Raum der Proben, machen Texte aus ihren Gefühlen - und manches kommt zum ersten Mal zur Sprache. Da sind zum Beispiel die schreienden afghanischen Kinder, denen der Soldat nicht helfen kann, obwohl er selbst Vater ist, oder die Furcht beim Raketenbeschuss des Feldlagers.
Die Männer suchen nach Worten, die im Militäralltag keinen Platz haben.
Und scheuen sich nicht, damit an die Öffentlichkeit zu treten.
MDR/DLF 2011
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