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05.08.2011
Deutsche Kriegsgefangene marschieren am 3. Mai 1945 durch München (Bild: AP Archiv) Deutsche Kriegsgefangene marschieren am 3. Mai 1945 durch München (Bild: AP Archiv)

Jagd auf die klügsten Köpfe

Intellektuelle Zwangsarbeit ostdeutscher Wissenschaftler in der Sowjetunion

Von Agnes Steinbauer

Im Februar 1945 legten die Alliierten für die Überreste des Dritten Reiches drei Arten von Reparationen fest: Entnahme von Maschinen, Instrumenten und Patenten, Lieferungen aus der laufenden Produktion und Nutzung der Arbeitskraft deutscher Spezialisten.

Während rund 1000 Wissenschaftler in die USA abwanderten, arbeiteten etwa 3000 kluge Köpfe aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), und späteren DDR zwischen 1945 und 1955 in der UdSSR.

Die bedingungslose Kapitulation war Grundlage für den in vielen Fällen unfreiwilligen "brain drain".

Zwischen Mai und Juni 1945 ließ Stalin die ersten hundert Wissenschaftler und Techniker in der SBZ aufspüren und umsiedeln; besonders begehrt waren Atomforscher.

Auch ostdeutsche Ballistiker, Radartechniker und Chemiker wurden für den Aufbau und die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technik in der maroden UdSSR rekrutiert.

Unter anderem schufen sie in Suchumi am Schwarzen Meer die Grundlagen für die erste sowjetische Atombombe.

DLF 2011


 
 

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