Am 12. Oktober 2010 geschieht im einstigen Tagebau Spreetal in der Niederlausitz etwas, womit niemand gerechnet hat: Viele Meter tief bricht auf altem Kippengelände der Untergrund. Wassermassen drängen und schießen nach oben, verwandeln über 100 Hektar Wald-, Wiesen- und Ackerfläche in eine Schlammwüste, kippen Lastwagen um und verschlingen 83 Schafe.
4,5 Millionen Kubikmeter Erde rutschen innerhalb von Minuten weg - und erschüttern den Glauben an das, was hier gerade entsteht: ein riesiges Seengebiet, das Touristen in die strukturschwache Gegend locken soll.
Vor allem aber wirft der Grundbruch die Frage auf, wie kalkulierbar die Folgen jahrzehntelanger Landschaftszerstörung durch die Braunkohle überhaupt sind.
DLF 2011
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