Verscharrt. In Latrinen versenkt. Verwest im Bananenhain. 800.000 Menschen, meist Tutsi, wurden 1994 im ostafrikanischen Ruanda getötet. Ein Völkermord, der das Land in den Abgrund stürzte. Heute herrscht Frieden in Ruanda, aber der Genozid wirkt fort.
Der Bauer lebt Haus an Haus mit dem Mörder seiner drei Kinder. Der junge Bankkaufmann verliert seinen Job, weil sein Vater als Völkermörder verurteilt wurde. Die Bäuerin findet ihre Ziege mit durchschnittener Kehle, nachdem sie als Laienrichterin Urteile fällte. Der einstige Tutsi-Rebell und heutige Rechtsanwalt begreift, dass auch Hutu Leid zugefügt wurde.
Und die Sozialarbeiterin, die nur knapp den Macheten der Milizen entkam, stößt in einem Straflager auf einen Mörder ihrer Familie und macht später Karriere als Bürgermeisterin in der boomenden Hauptstadt.
Günter Beyer und Gaby Mayr haben auf ihrer Reise ins "Land der tausend Hügel" Zeugnisse des Schreckens und Zeichen der Hoffnung gesehen. Sie haben verstörende Nachrichten mitgebracht aus einem Land, dessen Zukunft längst begonnen hat.
Koproduktion Radio Bremen/DLF/SWR 2011
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