Die NPD ist im Südwesten Mecklenburgs fest verankert (Bild: picture alliance / dpa / Stephan Scheuer)
Springerstiefel sind out, Bürgernähe ist in. Die NPD punktet in den Dörfern Südwest-Mecklenburgs in der Verkleidung des Biedermanns. Manch einschlägig vorbestrafter Neonazi erhielt vom Wähler ein kommunales Mandat und gibt sich jetzt als Kümmerer.
Man biedert sich bei den örtlichen Handwerkern an: "Fahr nicht fort, kauf' im Ort". Man kämpft für abgesenkte Bordsteinkanten, für regionale Biokost in der Kita, aber auch gegen die Unterbringung von abgeurteilten Kinderschändern oder gegen die AKW-Pläne der Polen.
Die NPD ist im Südwesten Mecklenburgs fest verankert, ihre Mitglieder scheinen gut integriert. Die zugezogenen Kader leben in fein herausgeputzten Häusern, die sie billig erwarben. Sie schicken ihre Kinder in öffentliche Kitas und Schulen, in denen sie sich als Elternvertreter andienen. Man spottet bereits von einer Art Toskana für Neonazis.
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