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18.01.2013 · 19:15 Uhr
Das Oderbruch wurde 1997 durch das Hochwasser auch über die Grenzen Brandenburgs bekannt. (Bild: AP) Das Oderbruch wurde 1997 durch das Hochwasser auch über die Grenzen Brandenburgs bekannt. (Bild: AP)

Wer braucht das Oderbruch?

Land unterm Fluss

Von Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz

Als sich im Sommer 1997 gewaltige Wassermassen die Oder entlang wälzten und die Deiche nur mit ungeheurer Kraftanstrengung gehalten wurden, war das Oderbruch gerade 250 Jahre alt. Im Juli 1747 hatte die Umgestaltung des einstigen Sumpfgebietes begonnen - ein Landschaftsprojekt, wie es bis dahin noch keines gegeben hatte.

Am Ende floss die Oder in einem neuen Bett und 32500 Hektar fruchtbarer Boden konnten bestellt werden: ein riesiger Gemüsegarten für Berlin. Er habe friedlich eine Provinz erobert, erklärte Friedrich der Große stolz - wirklich befriedet jedoch war das Oderbruch nie.

Denn auch nach seiner Trockenlegung blieb es was es war: ein Land tief unterhalb des Flusses.

Immer mehr Kraft und auch Geld mussten aufgewendet werden, um zu entwässern oder auch zu beregnen, damit das Bruch weiter bewohnt und bewirtschaftet werden konnte.

Über Sinn und Nutzen wird heute heftig gestritten, leben hier doch pro Quadratkilometer kaum 70 Menschen. Und so werden immer wieder Fragen laut: Wer braucht das Oderbruch? Kann die friedlich eroberte Provinz gehalten werden?


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Land unterm Fluss- Wer braucht das Oderbruch?

Sendezeit: 18.01.2013 19:15

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