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19.04.2013 · 19:15 Uhr
In Spanien formieren sich die Proteste gegen die Sparmaßnahmen der Regierung Zapatero. (Bild: AP) In Spanien formieren sich die Proteste gegen die Sparmaßnahmen der Regierung Zapatero. (Bild: AP)

Der spanische Fall

Geschichte einer europäischen Gemeinschaftsproduktion

Von Barbara Eisenmann

Spanien hat grobe Fehler gemacht. Die spanische Krise ist hausgemacht. Die Spanier haben über ihre Verhältnisse gelebt. So will es der mediale und politische Common Sense, seit das viele Jahre als "spanisches Wunder" bejubelte Wachstumsmodell wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen ist.

Wie sieht dieses spanische Modell aus? Aufgrund seiner Anomalie als Diktatur und international nicht wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft begann Spanien schon in den 60er-Jahren, eine immobilien- und finanzgetriebene Alternative zum Nachkriegswachstumsmodell der westlichen Industrienationen zu entwickeln.

Diese Spezialisierung seiner Wirtschaft, die auch dem seit den späten 70er-Jahren krisengeschüttelten Kapitalismus einen Weg in die Zukunft wies, konnte durch den Beitritt des Landes in die Europäische Gemeinschaft ausgebaut werden.

Dank staatlicher Unterstützung und ausländischer Kapitalflüsse blähte sich, in den gut zehn Jahren bis 2008, dann eine Immobilien- und Finanzblase auf, an der die Kernländer der EU, allen voran Deutschland, nicht unbeteiligt waren.


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Sendezeit: 19.04.2013 19:15

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