Millionen Menschen bleiben in den Industrieländern vom Arbeitsprozess ausgeschlossen. (Bild: Stock.XCHNG / Joseph Zlomek)
Auch wenn die Arbeitslosenzahlen derzeit sinken, scheint eine Rückkehr zur Vollbeschäftigung nicht in Sicht. Millionen Menschen bleiben in den Industrieländern vom Arbeitsprozess ausgeschlossen. Viele fühlen sich damit ganz aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Ein Bürgergeld, das jedem gewährt wird, unabhängig davon, ob er arbeitet, soll Abhilfe schaffen.
Diese Idee findet immer mehr Anhänger, von linken Utopisten bis zu marktradikalen Unternehmern. Für den Soziologen Wolfgang Engler folgt sie zwingend aus "dem allgemeinen Recht auf Leben, dem Recht auf Lebensunterhalt". Dennoch will er das Bürgergeld nicht bedingungslos gewähren, denn "um seine Freiheit gebrauchen zu können, muss der Einzelne sich zuvor zur Freiheit bilden". Während Engler deshalb neben dem Bürgergeld eine Umgestaltung des Bildungswesens fordert, versuchen andere Initiativen und Einzelkämpfer schon, die Utopie einer sinnvollen Tätigkeit jenseits von Lohnarbeit umzusetzen. Die Sendung liefert zur Theorie praktischen Beispiele für die Möglichkeiten, wie Arbeitslose zufriedener leben und die Gesellschaft von ihren Potenzialen profitieren könnte.
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