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26.10.2007
Ein Jahr nach der ersten Exzellenzinitiative, bei der drei Eliteuniversitäten gekürt wurden, ist das Echo durchwachsen. (Bild: AP) Ein Jahr nach der ersten Exzellenzinitiative, bei der drei Eliteuniversitäten gekürt wurden, ist das Echo durchwachsen. (Bild: AP)

Neue Exzellenzen, und nun?

Risiken und Nebenwirkungen von Elitehochschulen

Die Deutsche Hochschullandschaft sollte international wettbewerbsfähiger werden, die Spitzenforschung gestützt werden: Vom alten Prinzip der großen Fördergeld-Gießkanne sollte abgerückt und Universitäten in Deutschland gezielt gefördert werden. Durch eine sogenannte Exzellenzinitiative werden Forschungsgelder gezielt im Rahmen eines Wettbewerbes der Universitäten verteilt, nunmehr zum zweiten Male. Doch wer profitiert von der Milliarden Euro teuren Exzellenzinitiative?

Bekommen die deutschen Unis dadurch mehr Rückhalt im internationalen Wettbewerb? Werden sie attraktiver für ausländische Studenten und Wissenschaftler? Und fallen die Unis, die jetzt nicht mit Exzellenz-Attributen bedacht werden, nun ganz durch den Rost? Können sie womöglich schon bald die Pforten schließen - oder werden sie zu Volkshochschulen mit eigenem Campus degradiert?

Ein Jahr nach der ersten "Exzellenzinitiative", bei welcher drei "Eliteuniversitäten" gekürt wurden, ist das Echo durchwachsen: Befürworter betonen die Verbesserung der Spitzenforschung, Kritiker bemängeln die Konzentration der Forschung auf wenige Standorte.

Prof. Richard Münch, Soziologe an der Universität Bamberg kritisiert die Exzellenzinitiative, denn sie habe den "Charakter eines Pseudowettbewerbs, dessen Gewinner weitgehend von vornherein feststehen".

Über das Für und Wider von Exzellenzuniversitäten und Wettbewerb von Spitzenförderung diskutiert das "Hochschulquartett" in Berlin.

Die Sendung wird am 26. Oktober 2007 von 19.15 bis 20.00 live aus dem Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin übertragen. Der Deutschlandfunk präsentiert "Das Hochschulquartett" in Kooperation mit dem "manager magazin".

Gesprächsteilnehmer sind:

Prof. Dieter Lenzen, Präsident der FU Berlin,

Prof. Wolfgang Herrmann, Präsident der TU-Exzellenzuniversität München,

Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, sowie

Prof. Dr. Richard Münch, Soziologe an der Universität Bamberg (Autor der bei Suhrkamp 2007 erschienenen Untersuchung: "Die akademische Elite. Zur sozialen Konstruktion wissenschaftlicher Exzellenz".)

Die Gesprächsleitung haben Michael Kröher (manager magazin) und Christian Floto (Deutschlandfunk).


 
 

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