Am 7. April 2008 ist die Sendung "Politische Literatur" umbenannt worden in "Andruck". Alte Beiträge finden Sie jedoch weiterhin unter: Politische Literatur
27.05.2013 19:15 Uhr
Er war einer der prominentesten Trommler für die SPD: Der Schriftsteller Günter Grass zog 1965 und 1969 als SPD-Wahlkämpfer durch die Republik - obwohl sein Verhältnis zur Partei immer ambivalent blieb. Seine Erfahrungen verarbeitete er im "Tagebuch einer Schnecke".
Udo Bermbach und Kerstin Decker nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Musiktitan. Während der Politologe den "Mythos Wagner" rekonstruiert, betrachtet die Journalistin den Komponisten "mit den Augen seiner Hunde".
Jahrzehntelang war er Willy Brandts engster politischer und persönlicher Weggefährte. Zum 100. Geburtstag des großen Sozialdemokraten schildert Egon Bahr in "Das musst du erzählen" jetzt ganz ohne Voyeurismus und doch sehr persönlich die gemeinsamen Jahre.
In seinem neuen Buch beschwört der britische Soziologe und Politologe ein Revival der Sozialdemokratie. Er ruft Sozialdemokraten dazu auf, sich mit Bürgerbewegungen und Gewerkschaften zu verbünden. Nur so könne man dem Neoliberalismus etwas entgegensetzen.
In dieser Woche stellt die Redaktion Bücher von Colin Crouch, Egon Bahr, Günter Grass, Kerstin Decker, Udo Bermbach und Malte Herwig vor. Außerdem weitere Bücher zum 150-jährigen Jubiläum der sozialdemokratischen Bewegung in Deutschland.
Als "Flakhelfer-Generation" bezeichnet man die Jahrgänge 1926/27 - die Alterskohorte von Günter Grass, Horst Ehmke oder Hans-Dietrich Genscher. Als Jugendliche tief infiltriert von der NS-Ideologie, wurden viele zu Gestaltern der Bonner Demokratie. Wie dieser Wandel möglich war, fragt ein Essay des Journalisten Malte Herwig.
Der baden-würtembergische Ministerpräsident Hans Filbinger trat 1978 nach einem politischen Skandal um seine NS-Vergangenheit zurück. Seine Tochter Susanne Filbinger-Riggert hat sich mit dem umstrittenen Politiker auseinandergesetzt und glaubt, dass er als Marinerichter moralische Schuld auf sich geladen habe.
Die Denunziation hat eine lange Geschichte und ist nicht auf totalitäre Staaten beschränkt. Das zeigt das Buch "Undercover" des Nordamerika-Historikers Olaf Stieglitz. Es zeichnet die Geschichte der Denunziation in den USA nach und liest sich so spannend wie ein Agentenkrimi.
John Lanchester ist von Hause aus Romanautor. Für seinen Weltbestseller "Kapital" hat er in der Londoner Bankenwelt recherchiert - und dabei so viel herausgefunden, dass er nun ein Sachbuch nachgelegt hat. Die Mechanismen der Geldwelt erklärt er seriös, verständlich und unterhaltsam.
In dieser Woche stellt die Redaktion Bücher von Susanna Filbinger-Riggert, John Lanchester, Bruno Le Maire, Olaf Stieglitz und William A. Schabas vor.
Beiträge zum Nachhören
Andruck - Das Magazin für Politische Literatur
Andruck 13.05.13: Bermbach/Decker - "Richard Wagner"
Sendezeit: 13.05.2013, 19:45
Andruck 13.05.13: Herwig - "Flakhelfer"
Sendezeit: 13.05.2013, 19:40
Andruck 13.05.13 Kursiv: Grass - "Aus dem Tagebuch einer Schnecke"
Sendezeit: 13.05.2013, 19:31
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