Nach den gewonnenen Wahlen im Herbst 2005 begann die polnische Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit PIS, das öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen unter ihre Kontrolle zu bringen. Über 300 polnische Radiojournalisten sind beim staatlichen Rundfunk seitdem rausgeflogen.
Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit wird Sri Lanka erneut vom Bürgerkrieg heimgesucht. Die Schlacht zwischen den tamilischen Rebellen und der Regierung wird auch in den Medien geführt. Journalisten, die abseits der Propaganda unabhängig berichten wollen, werden bedroht, entführt, ermordet. Der Journalist Bashana Abeywardene steht ganz oben auf der Todesliste eines Mordkommandos. Vor einem halben Jahr gelang im die Flucht nach Deutschland.
Die Situation in Simbabwe ist so drastisch, dass Reporter ohne Grenzern den Staat auf einer Landkarte nur mit schwarz markieren: Schwarz steht für keine Pressefreiheit, dafür, dass unabhängige Journalisten sich in Todesgefahr bringen. So ist es auch Gerry Jackson ergangen.
Viele der Zeitungen im Jemen werden von der Regierung selbst herausgegeben und verbreiten nur die staatliche Propaganda. Und auch die meisten Oppositionsblätter verstehen sich als Sprachrohr ihrer jeweiligen Partei. Unabhängige Journalisten sind schweren Repressalien ausgesetzt.
53 türkische Journalisten wurden seit Gründung der Türkischen Republik ermordet. "Reporter ohne Grenzen" wirft dem Staat vor, mit dem Straftatbestand "Beleidigung des Türkentums" die Lebensgefahr für Journalisten zu erhöhen.
Es ist nicht nur Gewalt gegen russische Journalisten, die "Reporter ohne Grenzen" Sorgen bereitet. Hinzu kommt eine zunehmende Staatsnähe der Medien. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Erdgasmonopolist Gasprom.
Die Tageszeitung "The Point" aus Gambia in ist mit dem Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit ausgezeichnet worden. Der Gründer der Blattes bezahlte sein Eintreten für unabhängigen Journalismus mit dem Leben.
Der syrische Präsident Baschar Al-Assad lässt jegliche signifikante Kritik am System gnadenlos verfolgen. Jüngstes Beispiel: Michel Kilo. Der international bekannte und geachtete syrische Journalist befindet sich in Haft, weil er sich öffentlich für eine Neuordnung der syrisch-libanesischen Beziehungen aussprach. Ihm drohen Prozess und möglicherweise eine lange Haftstrafe.
Die Freiheit der Presse wird in Indien von der Verfassung garantiert. In manchen Punkten ist sie sogar westlichen Ländern um einiges voraus. Dennoch können Journalisten Probleme bekommen, etwa wenn es um den Kaschmir-Konflikt geht.
Fidel Castros Zeit als Herrscher über das kommunistische Kuba ist abgelaufen. Doch was wird nun aus dem Land? Werden Castros Leute das Werk des Leader Massimo weiterführen? Oder steht die Insel unmittelbar vor einem radikalen politischen Machtwechsel? Ein Besuch in Paris bei dem seit Juni im Exil lebenden kubanischen Journalisten Jésus Zuñiga.
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Deutschlandfunk
Bayern vor dem Champions-League-Finale
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Drohne Euro-Hawk: Verschwendung von Steuergeld?
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