First Solar rutscht ab, Dole und Sprint auf dem Weg nach oben.
Die Enttäuschung der Börsianer über den geldpolitischen Kurs der japanischen Notenbank treibt die New Yorker Aktien ins Minus. Der Dow Jones Index schliesst 0,8 % tiefer auf 15,122 Punkten. Das Technologiebarometer Nasdaq geht 1,1 % nach unten.
Ganz vorne unter den Tagesverlierern: Die Finanzwerte. Ob Morgan Stanley, Goldman Sachs oder Citigroup - ihre Papiere verloren an Wert.
Bei den Einzelwerten setzte First Solar das Schlusslicht. Der hoch verschuldete chinesische Rivale LDK Solar hat einen Verlust verbucht und damit auch die Anleger des Solarunternehmens aus dem US Bundesstaat Arizona verschreckt.
Ein schwarzer Tag war es vor allem für Lululemon Athletica. Sam Poser vom Analysehaus Sterne Agee hat die Papiere des US Sportbekleiders von "Buy" auf "Neutral" herabgestuft, weil die Chefin ihren Rücktritt angekündigt hat. Das werfe Fragen über die Zukunftsaussichten der Firma und die Nachfolge auf, sagte der Wertpapierexperte.
Auch leicht im Minus: Die Titel von Apple. Und das, obwohl der Computerkonzern neue Software und neue Funktionen für das Betriebssystem von iPhone und iPad angekündigt hat.
Wesentlich besser erging es Dole Food. Der 90jährige Chef will den Obst und Gemüsekonzern kaufen. Er bietet einen Preis von 12 Dollar je Aktie für 60 Prozent der Papiere, die er noch nicht besitzt. Das ist eine Prämie von 18 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag.
Ebenfalls beliebt bei den Anlegern: Sprint Nextel. Der japanische Mobilfunkkonzern Softbank hat sein Übernahmeangebot für Amerikas drittgrössten Mobilfunkkonzern um 7,5 Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar erhöht.
Der Blick auf die anderen Werte: Der Goldpreis gibt nach. Die Feinunze kostete zu Handelsende 1.379 Dollar. Die zehnjährigen US Staatsanleihen rentierten zu Handelsschluss in New York bei 2,19 %. Der Euro gewinnt im Vergleich zum Vortag an Wert. Er wurde zum Glockenschlag mit 1,3316 Dollar gehandelt.
Die Enttäuschung über den Kurs der japanischen Notenbank, auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu verzichten, drückte die Tokioter Börse auch am Mittwoch ins Minus gedrückt. Der Leitindex Nikkei verlor im Vormittagshandel 1,8 Prozent auf 13.072 Punkte. Zeitweise fiel das Barometer unter die Marke von 13.000 Stellen, nachdem es bereits am Dienstag um 1,5 Prozent gefallen war. Der Topix gab rund zwei Prozent auf 1078 Zähler nach.