22.11.2009 16:10 Uhr
n dem Roman "Out of Adel" erzählt die Autorin Christine Gräfin von Brühl, was passiert, wenn sich eine Adelige in einen Künstler verliebt. Leider ist das Werk sehr harmoniegesättigt und selbstgenügsam.
Aus den zwölf Reportagen der "Nacht von Wildenhagen" ergibt sich ein hoch spannendes Panorama deutsch-polnischer Befindlichkeiten. Dabei bewältigt Wlodzimierz Nowak auch die großen Themen ohne Pathos. Das Anrührende und Komische liegt bei ihm eng beieinander.
Seit der jüdisch-serbische Schriftsteller David Albahari Jugoslawien den Rücken kehrte und ins kanadische Exil ging, brauchte es einige Zeit, bis das hiesige Feuilleton den Erzähler entdeckte: Nach dem Roman "Die Ohrfeige" über den Antisemitismus in Jugoslawien widmet sich "Ludwig" einer paradoxen Selbstverständigung des exilierten Schriftstellers.
Mohammed Hanif kehrt mit seinem Erstlingswerk in die Zeit des pakistanischen Generals Zia ul-Haque zurück und beleuchtet den mysteriösen Flugzeugabsturz, dem der Diktator 1988 zum Opfer fiel. Nicht der Mordfall interessiert Hanif, er setzt vor allem auf das atmosphärische Kolorit jener politischen Ära.
In seinem Werk stellt Martín Kohan die politische Geschichte Argentiniens auf den Prüfstand, einschließlich der Jahre der Militärdiktatur von 1976 bis 1982. Allerdings thematisiert Kohan nicht die Diktatur an sich. Ihm geht es vielmehr um das absurde Räderwerk der Macht.
Der US-amerikanische Fantasyautor A. Lee Martinez verlegt die Handlung eines durchschnittlichen Detektivromans in eine ferne Zukunft und lässt einen Roboter den Ermittler spielen. Doch die Verquickung von Science-Fiction und hartgesottenem Kriminalroman gelingt nur unzureichend.
Beiträge zum Nachhören
Büchermarkt
Christine Brühl: "Out of Adel" u. "Titanic - das endgültige Satirebuch"
Sendezeit: 20.11.2009, 16:10
Polnische und serbokroatische Literatur - Preis für Colum McCann
Sendezeit: 19.11.2009, 16:10
Neue Romane von Mohammed Hanif und Martin Kohan
Sendezeit: 18.11.2009, 16:10
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