P.D. James hat sich mit ihrem aktuellen Buch einen Traum erfüllt: Sie hat Jane Austens "Stolz und Vorurteil" weitergeschrieben. Dabei gelingt es der 92-jährigen Autorin, fließend an Austens Werk anzuschließen und eine Krimihandlung inklusive Liebesgeschichte klug zu inszenieren.
Nancy Hünger hat Bildende Kunst studiert, und dieser Zugang von der Kunst zur Literatur prägt offenkundig ihr Schreiben. Bislang hat sie in der edition Azur zwei Gedichtbände veröffentlicht. Mit "Halt dich fern" ist nun ihr Prosadebüt erschienen.
Kleine Verlage habe es in der Regel schwer in Deutschland. Eine schillernde Ausnahme stellt kookbooks dar. Immer am finanziellen Abgrund balancierend, schafft er es, seit mittlerweile zehn Jahren immer wieder neue Impulse zu setzen.
Für alle, die den argentinischen Autor César Aira noch nicht kennen, ist dieses Buch der perfekte Einstieg. Es ist gleichzeitig eine Parabel und ein Märchen und doch ist man geneigt, dem Autor dank seiner realistischen Erzählweise diese unglaublich Geschichte zu glauben.
Susanne Schedels Erzählungen sind vielmehr Romanminiaturen. In ihrem erst zweiten Buch schafft sie es, die Bewegungen der Welt und ihre feinsten Verwerfungen und Brüche sichtbar zu machen. Ihre Sprache bleibt dabei frei von abgegriffenen Vokabeln.
Richard von Schirach gelingt es in seinem Buch, jener Nacht neue Aspekte abzugewinnen, in der sich zehn deutsche Physiker ihrer eigenen Unzulänglichkeit bewusst wurden: der Nacht von Hiroshima. Werner von Heisenberg, Otto Hahn und Carl Friedrich von Weizsäcker waren zu der Zeit gemeinsam in England interniert.
Rainer Merkel hat sein neues Buch scheinbar dem Unglück der Menschen in Krisengebieten gewidmet. Nachdem der Autor ein Jahr lang in Liberia gelebt hat, greift er nun auf seine Erfahrungen zurück. Doch vor allem ist "Das Unglück der anderen" irritierende Prosa.
Der 1962 in Dresden geborene Durs Grünbein hat seit seinem Debüt "Grauzone morgens" von 1989 zahlreiche Gedichtbände vorgelegt. Im vergangenen Jahr erschien der Band "Koloss im Nebel", bei dem es darum geht, den Blick zu schärfen und das Gehör zu schulen.
Erinnerungsbücher von Söhnen sind fast durchweg von Seelenpein und Düsternis gekennzeichnet. Aris Fioretos fällt absolut aus diesem Rahmen. Der schwedisch-griechische Schriftsteller hat mit "Die halbe Sonne" ein Meisterwerk liebevoller Zuwendung geschrieben.
Eine Wirtschaftsprüferin als Krimiheldin in einer Hochglanzillustriertenwelt, ein ehemaliger Krimi-Autor auf Welttournee, eine Geschichte der römischen Unterwelt und ein Schwanengesang auf den Münchner Inspektor Kajetan: All das und noch mehr bietet die Krimi-Kolumne.
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