Was wären wir ohne Microsoft? Wir wären dumm und ungebildet und blieben es, würde uns dieses Unternehmen nicht gelegentlich belehren. Diese Woche etwa hat es uns erklärt, "warum ein Software-Patch kein Flicken ist".
So hat's in der Überschrift der Pressemitteilung gestanden, die es versandt hat. Darin heißt es: "Eine Hose, die einen Flicken auf das Knie verpasst bekommt, wird dadurch nicht unbedingt attraktiver. Wird sie Monat für Monat geflickt, wird man sie relativ schnell nicht mehr tragen wollen. Bei Bits und Bytes jedoch verhält es sich völlig anders. Updates, wie sie von Microsoft geliefert werden, passen sich nahtlos in bestehende Systeme ein."
Ist doch gut, wenn man so was weiß. Aber man kommt halt ins Grübeln: Wenn ein Patch kein Flicken ist, ist dann ein Sicherheitsloch, das äh gepatcht wird, möglicher Weise auch gar kein Loch? Vielleicht verhält es sich mit Microsoft-Programmen so wie mit diesen used Jeans, die an Mädels so hübsch ausschauen. Diese Jeans kosten ja besonders viel, weil sie schon abgewetzt sind und Löcher haben, wenn man sie kauft. So ähnlich wie Microsoft-Software. Oder - wem das Hemd näher als die Hose ist - vielleicht muss man die Software dieses Unternehmens ja als eine Art Netzhemd betrachten, so eins, in dem Männer, deren Waschbrettbauch das Bier noch nicht gewölbt hat, ihre Muskeln zeigen wegen der Mädels in den used Jeans.
Es ist schwierig. Warum erklärt einem das niemand? Die haben wohl keine Lust bei Microsoft. Ah. Manchmal wünscht man sich, ein großer, böser Pinguin möge doch durch die Unternehmenszentrale streifen und jeden, der dort etwas über Patches und Flicken schreibt, kräftig in den Arsch beißen. Und wenn die Hose dadurch ein Loch bekäme, dann wäre das grad recht, dann könnten sie mal darüber nachdenken, ob sie jetzt einen Patch oder einen Flicken nehmen.
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