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09.12.2011
Hanns Grössel lebte als Kind acht Jahre in Kopenhagen. (Bild: picture alliance / dpa / Patrick Pleul) Hanns Grössel lebte als Kind acht Jahre in Kopenhagen. (Bild: picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Kopenhagen gibt es, Kopenhagen gibt es

Hanns Grössel buchstabiert seine Kindheit

Von Ulrike Janssen und Norbert Wehr

"Dänisch lernte ich buchstäblich spielend: beim Spielen mit Nachbarskindern am Peblingesee." Hanns Grössel, vielfach ausgezeichneter Übersetzer aus dem Dänischen, Schwedischen und Französischen, kam 1939, kurz vor Kriegsbeginn, mit seinen Eltern nach Kopenhagen.

Sein Vater, ein Lehrer, war an die Sankt-Petri-Schule versetzt worden, eine zweisprachige Schule, in der dänische und deutsche Lehrer dänische und deutsche Schüler unterrichteten.

Acht Jahre, die auch Kriegsjahre eines deutschen Jungen unter deutscher Besatzung waren, verbrachte er in Kopenhagen, zum Schluss in einem Internierungslager.

Viele Jahre später kommt ihm die Erfahrung mit dem Dänischen als Sprache seiner Kindheit bei der Übersetzung des Werks der dänischen Schriftstellerin Inger Christensen zugute, etwa ihres großen Gedichts "alfabet".

Ihm, so Grössel, verdanke er seine Re-Alphabetisierung im Dänischen, "denn im wortwörtlichen Sinne musste ich diesen Text durchbuchstabieren".


DLF 2011


 
 

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