Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
 
nach oben
14.02.2012
Der goldene Sarkophag von Iwan dem Schrecklichen (Bild: AP Archiv) Der goldene Sarkophag von Iwan dem Schrecklichen (Bild: AP Archiv)

"Ich beschloss, mich zu Tode zu arbeiten"

Sergej Eisensteins letzter Film "Iwan der Schreckliche"

Von Werner Dütsch

Der Auftrag für das Werk kam 1941 direkt aus dem Kreml. Für Stalin war der grausame Zar einer seiner politischen Ahnen. Der Film sollte aus dem "Schrecklichen" einen großen und weisen Politiker machen: "Iwan Grosny".

Geplant in drei spielfilmlangen Folgen, wird der erste Teil Ende 1944 uraufgeführt, Eisenstein bekommt den Stalin-Preis. Der zweite Teil wird verboten; Stalin sagt Eisenstein, er soll ihn ändern.

Der Regisseur ändert nichts am Film und stirbt, 50 Jahre alt. Fünf Jahre nach Stalins Tod 1953 wird der zweite Teil zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Für den dritten Teil waren einige Szenen gedreht worden, davon ist nur wenig erhalten.

Unterscheidet sich der verbotene zweite Teil vom dekorierten ersten, was plante Eisenstein für den dritten? Ist "Iwan" ein Kommentar zum stalinistischen Terror?

Im Film wird die Geschichte vom Gesang im Feuer-ofen als öffentliches Schauspiel aufgeführt:

Nebukadnezar will drei Jünglinge zwingen, einen neu errichteten Götzen anzubeten. Sie weigern sich, werden ins Feuer geworfen, preisen einen ganz anderen Gott und - über-leben. Ist das die verzweifelnd hoffende Allegorie eines Regisseurs, dessen höchste Instanz seine Kunst ist?

DLF 2012


 
 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 19:05 Uhr
Kommentar
Nächste Sendung: 19:15 Uhr
Das Kulturgespräch

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Das Feature

Zu viele Tempel, zu wenige Toiletten

Sendezeit: 21.05.2013, 19:15

Stimme der ersten Stunde

Sendezeit: 20.05.2013, 11:05

"Wer sich nicht bewegt, kann nichts bewegen." Kultur der Veränderung

Sendezeit: 17.05.2013, 20:10

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link