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28.02.2012
Grundsteinlegung für den Bau der Elbphilharmonie. (Bild: AP) Grundsteinlegung für den Bau der Elbphilharmonie. (Bild: AP)

Der unerhörte Klang des Geldes

Praktiken und Risiken bei Public Private Partnerships

Von Egon Koch

Mit Beteiligung privater Unternehmen versucht die öffentliche Hand trotz aller Haushaltsdefizite und gekürzter Budgets eine Reihe außerordentlich großer Bauprojekte zu realisieren. Der Bau der Hamburger Elbphilharmonie oder der eines 75 Kilometer langen Abschnitts der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen sind bekannte Beispiele für dieses Finanzierungsmodell.

Diese so genannten Public Private Partnerships (PPP) geraten zunehmend in die Kritik: Trägt nicht der Steuerzahler das Risiko und muss zuletzt die - immer höher ausfallende - Rechnung begleichen?

Der Hamburger Senat zum Beispiel bürdet seinen Bürgern die Erhöhung des zunächst kalkulierten Kostenanteils für die Elbphilharmonie von zunächst 77 Millionen auf heute fast 324 Millionen Euro auf.

Während global agierende Unternehmen aus der Beteiligung an staatlichen Projekten enorme Gewinne beziehen, scheint die Bevölkerung davon nichts zu haben.

Die PPP-Projekte führen zu einem Verlust an Gemeingut, zum Ausverkauf der Zukunft.


DLF 2012


 
 

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