Das Hotel Puro in Breslau war um den 9. November 2012 ausgebucht. Gegenüber ist der Eingang zur Synagoge, für deren Bau und Wiederaufbau in neuester Zeit die Familien der Freunds, der Immerwahrs und deren Nachfahren gespendet haben.
Sie sind eine Großfamilie und leben heute über die Welt verstreut: in Südamerika, in Frankreich, den USA, Österreich und Deutschland; sie trafen sich im Herbst im Stammhaus in Breslau. Angeregt hat das Treffen die Französin Isabelle, die Urenkelin des Nobelpreisträgers und Chemikers Fritz Haber.
Die Autorin - auch Biografin der Chemikerin Clara Immerwahr, Urgroßmutter Isabelles und erste Ehefrau Habers, die sich das Leben nahm - durfte dabei sein.
Es wurden Geschichten erzählt von Vertreibung und Asyl, von Wissenschaftsgläubigkeit und Giftgasproduktion, vom Bewahren von Vergangenem und Verdrängen von Geschichte. Zeitgeschichte und Familiengeschichte wurden wieder zum Leben erweckt.
DLF 2013