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26.07.2013 · 20:10 Uhr
Die litauische Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Irena Veisaite bei ihrer Dankesrede in Weimar nach der Verleihung der Goethe-Medaille 2012. (Bild: picture alliance / dpa /Martin Schutt) Die litauische Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Irena Veisaite bei ihrer Dankesrede in Weimar nach der Verleihung der Goethe-Medaille 2012. (Bild: picture alliance / dpa /Martin Schutt)

Ein zweifaches Erbe in Litauen

Irena Veisaitë und ihre Mütter

Von Meinhard Stark

Irena Veisaitë, 1928 in Kaunas geboren, ist eine der letzten Holocaust-Überlebenden in Litauen. Gleich nach der deutschen Besetzung wird ihre Mutter ermordet. Die 13-Jährige kommt ins Ghetto, leistet schwere Zwangsarbeit und ist Zeugin zahlreicher Selektionen.

Nicht-jüdische Litauer verhelfen ihr zur Flucht und bringen sie in Vilnius unter. Stefania Ladigienë nimmt Irena in ihre große Familie auf; hier übersteht die junge Jüdin die Nazi-Herrschaft. Doch ein Jahr nach der Befreiung wird ihre "zweite Mutter" vom NKWD verhaftet und wegen "Vaterlandsverrats" zu zehn Jahren Gulag verurteilt.

Erst 1957 sehen sie sich wieder. Irena studiert in Moskau Germanistik, verweigert sich jedoch konsequent dem politischen System der Sowjetzeit. Einen Lehrstuhl in ihrem Fach erhält sie erst im unabhängigen Litauen. Für ihre Verdienste um die deutsche Sprache wird ihr 2012 in Weimar die Goethe-Medaille verliehen.



Regie: Susanne Krings
DLF 2013


 
 

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