Im Dezember 1937 eroberten japanische Truppen die chinesische Stadt Nanking und mordeten, vergewaltigten und plünderten. Die Zahl der Opfer lässt sich nur noch schätzen: ungefähr 200.000 Tote und 20.000 Vergewaltigte.
Während auf politischer Ebene noch heute, 70 Jahre später, um die genaue Zahl der Opfer gestritten wird, setzen sich in jüngster Zeit auch Maler, Schriftsteller und Regisseure mit dem Nanking-Massaker auseinander. Sie versuchen in ihren Werken zu ergründen, wie es möglich war, dass die japanischen Soldaten, die angeblich von einem festen "Panzer der Scham" kontrolliert werden, so viele Zivilisten grausam hinrichten konnten. War das Massaker von Nanking nur darum möglich, weil man in Japan sagt: "Fern der Heimat verliert man die Scham"?
Die Autorin hat die ehemalige Hauptstadt Nanking besucht. Ihr Rundgang durch die Stadt führt über die alte Stadtmauer, am Fluss Yangtze entlang und zu den heutigen Gedenkstätten. Das Feature verknüpft historische Orte mit der künstlerischen Verarbeitung des Massakers.
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Das Feature
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