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30.09.2008
Recherchen haben zu gewaltigen Datenbanken geführt.  (Bild: Stock.XCHNG / Daniel V.) Recherchen haben zu gewaltigen Datenbanken geführt. (Bild: Stock.XCHNG / Daniel V.)

Blutige Bytes

Spürnasen im Abfall der Weltgeschichte

Von Tom Schimmeck

Seit den 90er Jahren streben viele Länder nach mehr Gerechtigkeit - nach Bestrafung und Versöhnung, nach Aufklärung und Aufarbeitung einer oft blutigen Vergangenheit. Von Argentinien bis Osttimor, von Sierra Leone bis Kambodscha entstanden Wahrheitskommissionen und Tribunale, auf vier Kontinenten. Das 1993 geschaffene Internationale Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag ist bis heute eine Erfolgsgeschichte. Südafrikas "Truth Commission" wurde zum Meilenstein auf dem Weg in eine bessere Zeit nach der Apartheid.

Tausende Sammler und Jäger ermöglichen diese globale Kraftanstrengung. Oft sind es freiwillige Helfer, die Zeugen aufspüren, Spuren sichern, Dokumente sichten. Die Aufgabe ist enorm, voller Hindernisse und Rückschläge. Doch dank ihrer mühevollen Kleinarbeit entstehen gewaltige Datenbanken, die Verbrechen gegen die Menschheit dokumentieren und die Täter überführen helfen. Schon gibt es neue Experten, spezialisiert auf die Aufbereitung von Terabytes, von Beweismaterial aus den dunkelsten Winkeln der Welt.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im barrierefreien Textformat.


 
 

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