Männliche jugendliche Hauptschüler, vorzugsweise nichtdeutscher Herkunft, sind unbelehrbar, anfällig für Kriminalität und GangstaRap. So vermitteln es die bunten Zeitungen. Und präsentieren junge Leute, die die starken Sprüche dazu liefern.
Sascha Verlan redet mit jungen Männern und Frauen, die er kennt: Er hat ein halbes Jahr lang mit Hauptschülern aus Bonn-Medinghoven in einem Rap-Workshop gearbeitet. In der Diskussion über Texte auf der Suche nach dem passenden Ausdruck für die eigenen Lebensverhältnisse, Hoffnungen und Ziele, Sorgen und Nöte, ist eine sehr persönliche Beziehung entstanden. Hier kommen Antworten jenseits des Boulevards: Wie sieht der Alltag in der Schule, in der Clique, zu Hause aus? Wie steht es um Erfahrungen mit Gewalt und Drogen? Wie wirken mediale Negativ-Erwartungen? Wie finden diese Jugendlichen zu einer eigenen Identität, zu einem selbstbestimmten Leben? Ist ihnen klar, wie sehr ihr Leben von außen (mit-)gesteuert wird, durch eine Gesellschaft, die sie mehrheitlich ablehnt? Was können Schule, Sozialarbeit und außerschulische Projekte da noch ausrichten?
Produktion: Deutschlandfunk 2008
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