Für Deutsche ist die Schweiz das Auswanderungsland Nummer 1. Über 20.000 Bundesbürger zieht es jedes Jahr in die Alpenrepublik. Hinzu kommt eine große Anzahl von Pendlern. Seit die Schweiz das Abkommen über den freien Personenverkehr mit der EU unterzeichnet hat, strömen deutsche Ärzte und Krankenschwestern, Wissenschaftler und Bauarbeiter, Lehrer und Kellner in das kleine Nachbarland.
Es ist eine Zwei-Klassen-Migration: Während die Hochqualifizierten an Hochschulen und in Krankenhäusern beste Arbeitsbedingungen vorfinden, hat sich im Baugewerbe durch deutsche Subunternehmen, vor allem Zeitarbeitsfirmen, ein Lohndumping eingeschlichen, das den Schweizer Gewerkschaften zu schaffen macht und den Zorn der Arbeitskollegen hervorruft. Aber auch an Hochschulen macht sich die Konkurrenz bemerkbar: Der Schweizer Nachwuchs klagt über fehlende Aufstiegschancen. Viele deutsche Migranten stoßen auf Ablehnung: Sie seien arrogant, schroff, autoritär.
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