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26.05.2009
Auch sogenannte Wehrunwürdige wurden ab 1942 für die Wehrmacht rekrutiert.  (Bild: AP Archiv) Auch sogenannte Wehrunwürdige wurden ab 1942 für die Wehrmacht rekrutiert. (Bild: AP Archiv)

Die Soldaten mit dem blauen Schein

"Wehrunwürdige" in der Strafdivision 999

Von Christian Blees

Vom 2. Oktober 1942 an wurden im Deutschen Reich Männer, die zuvor als "Wehrunwürdige" und "Kriegstäter" gegolten hatten, für den Dienst in der Wehrmacht rekrutiert und in der "Strafdivision 999" zusammengefasst: politisch Vorbestrafte, Kriminelle, religiös Verfolgte sowie Personen, die nach den Nürnberger Gesetzen der Rassenschande angeklagt waren.

Der erste Einsatz der Truppe erfolgte im Frühjahr 1943 als "Afrikabrigade 999" mit einer Truppenstärke von 16.000 Soldaten in Tunesien - mit letztlich desaströsem Ausgang für die Wehrmachtsführung: Die politisch vorbestraften Widerstandskämpfer hatten die von NS-treuen Offizieren geführten Verbände so unterwandert, dass im Mai 1943 an allen angegriffenen Abschnitten die kampflose Übergabe der Stellungen an die alliierten Truppen erfolgte. Die nationalsozialistische Führung reagierte darauf mit Massenerschießungen von 999 Soldaten.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.


 
 

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