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01.05.2009
Der Rote Platz in Moskau mit der Basilius-Kathedrale rechts im Bild (Bild: dradio.de) Der Rote Platz in Moskau mit der Basilius-Kathedrale rechts im Bild (Bild: dradio.de)

Gajdars Vermächtnis

Ein postsowjetisches Familiengemälde

Von Julia Solovieva

Wenn Passanten den Namen von Marias Urgroßvater hören, lächeln sie unwillkürlich, denn sie erinnern sich an ihre sowjetische Kindheit und an den legendären Kinder- und Jugendbuchautor Arkadij Gajdar (1904 - 1941). Dessen Buch "Timur und seine Bande" wurde in ganz Ostund Mitteleuropa gern gelesen, und Timur wurde zum Idealbild des sowjetischen Jungen.

Hören Passanten aber den Namen von Marias Vater, so verdüstert sich ihre Miene. Sie machen Jegor Gajdar (geb. 1956), der 1992 russischer Premierminister war, für die Rubel-Krise von 1991 bis 1992 verantwortlich.

Die 26-jährige Maria Gajdar selbst ruft indes noch keine derartigen Reaktionen hervor. Die ausgebildete Volkswirtin kämpft für die Zukunft der in Auflösung begriffenen Partei SPS und engagiert sich gegen die neue vom Kreml kreierte Partei "Rechte Sache".

Sie trägt den Namen ihrer Vorfahren mit Stolz: "Mein Urgroßvater und mein Vater haben für ihre Ideale gekämpft und sie haben immer die volle Verantwortung für ihre Taten übernommen."


 
 

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