Der Zukunftsdenker Robert Jungk schrieb 1952: "Das Morgen ist schon im Heute vorhanden, aber es maskiert sich als harmlos, es tarnt und entlarvt sich hinter dem Gewohnten. Die Zukunft hat längst begonnen. Aber noch kann sie, wenn rechtzeitig erkannt, verändert werden."
"Wir nennen unser Land die Republik der Hilfsorganisationen", sagt der haitianische Schriftsteller Lyonell Trouillot. "Wenn es Haiti noch nicht gäbe, die internationale Hilfe würde uns erfinden. Sie kommen alle, denn wir sind der schönste Albtraum der Welt."
Im Jahr 2011 gab es deutschlandweit 63.559 Familien mit 129.046 Kindern, die sozialpädagogische Familienhilfe erhielten. In Solingen, einer Stadt mit ca. 160.000 Einwohnern, nehmen rund 1000 Familien die gesetzlich verankerte Leistung der "Hilfe zur Erziehung" in Anspruch.
Toiletten schaffen es auf der politischen Agenda nur selten nach ganz oben, werden kaum mit Spenden bedacht und haben zudem noch mit Tabus zu kämpfen. Dass sich das ändern muss, zeigt ein Blick auf Indien.
Sollte es in der Bundesrepublik tatsächlich eine "Stunde Null" gegeben haben - dann war Peter von Zahn eine Stimme der ersten Stunde. 1945 ging sie zum ersten Mal über die Wellen von Radio Hamburg, und sie klang ganz anders als es deutsche Hörer seit 1933 gewohnt waren: nicht polternd oder kommandierend, sondern leise, freundlich - überzeugend.
Die Favela Santa Marta, die kleinste der zahllosen Armensiedlungen von Rio de Janeiro, wurde 2009 als erste befriedet. Die Gewalttäter wurden vertrieben, und die Infrastruktur wurde endlich dem Standard in den besseren Vierteln der Stadt angepasst. In diesem Transformationsprozess spielt die Kultur eine wichtige Rolle.
Beteiligung, Teilhabe, soziale Verantwortung und Innovation, das sind die Werte, die sich der Genossenschaftsverband Corporación Cooperativa Mondragón - kurz MCC - in der gleichnamigen baskischen Kleinstadt auf die Fahnen geschrieben hat.
Welchen Wert hat das Sehen für uns? Wozu dient das Sehen in einer von innerer Leere bedrohten und oberflächlicher Täuschung dominierten Konsumwelt? Die Lebensgeschichten des blinden französischen Schriftstellers Jacques Lusseyran und des stark sehbehinderten Galeristen Johann König weisen zurück auf das, was Sinnhaftigkeit und Glück bedeuten.
Geld hat das Rathaus von Peligros keines mehr, nur einen Haufen geerbter Rückzahlungsverpflichtungen. Die Anpassungspläne der Zentralregierung in Madrid betreffen ausnahmslos alle Gemeindeverwaltungen im Land. Schuldendienst heißt das Diktat der Troika, die aus spanischer Sicht von "la Merkel" verkörpert wird.
Das Hotel Bogotá in Berlin hat eine bewegende Geschichte. Vom Haus jüdischer Künstler wurde es eine Abteilung der Reichskulturkammer, später in der DDR vom Bund der Kunstschaffenden genutzt. Heute ist es das Hotel Bogotá. Und auch dieser Name ist historisch geprägt.
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Grosny. Alltag in einer europäischen Stadt
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