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| Kulturfragen | ||||||||
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3. Dezember 2000 - 4. Februar 2001
Versuch einer Definition Was ist Deutsch? | ||||||||
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Im Sommer 1965 lud der noch junge Deutschlandfunk eine Reihe namhafter Publizisten und Intellektuellen zur Beantwortung einer ebenso einfachen wie schwierigen Frage ein: "Was ist deutsch?" - Zu Wort meldeten sich unter anderen: Hans Mayer und Theodor W. Adorno, Karl Jaspers und Arnold Gehlen, Klaus Harpprecht und Werner Ross. Vielfältig, wenn auch von den Zeitumständen geprägt, fielen die Antworten aus. Fünfunddreißig Jahre später - mitten in der Debatte um den Sinn einer "deutschen Leitkultur" - entfalten diese Dokumente der Radio- und Diskursgeschichte einen besonderen Reiz: Man hört in den Stimmen von damals, was anders geworden ist im Reden darüber, was deutsch ist - und welche Widersprüche und Identitätsbrüche uns heute noch umtreiben. Aus gegebenem Anlass sendet der Deutschlandfunk deshalb eine Auswahl besonders aufschlußreicher Dokumente der historischen Reihe "Was ist deutsch?" - und schreibt die alte Frage in die Gegenwart fort. Mit Blick auf die alten Antworten sollen neue gefunden werden, in der Hoffnung, die laufende Diskussion um andere, womöglich bessere Gedanken zu bereichern. Die Stimmen prominenter Autoren werden die Reihe fortsetzen: der Philosoph und Nietzsche-Biograph Rüdiger Safranski etwa; der Nahost-Fachmann und Göttinger Professor für Internationale Beziehungen Bassam Tibi, der den Begriff "Leitkultur" prägte; Klaus Harpprecht, der schon 1965 mit dabei war. Außerdem: die Publizisten Friedrich Dieckmann und Konrad Adam. Alle Autoren liefern Originalbeiträge und werden in diesem Sonderprojekt der Sendung "Kulturfragen" selbst zu hören sein.
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Sonntag, 3.12.00 17.05 Uhr
Theodor W. Adorno "Weil die deutsche Einigung geschichtlich zu spät, prekär und unstabil nur gelang, neigt man dazu, um überhaupt als Nation sich zu fühlen, das Nationalbewusstsein zu überspielen und jede Abweichung gereizt zu ahnden." (9.5.1965) Beitrag als mp3
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Sonntag, 10.12.00 17.05 Uhr
Karl Jaspers "Das Deutschsein wird gedeihen, wenn wir, jeder in sich selbst und die Gesamtheit in der Öffentlichkeit des Lebens und der Politik, radikalen Abstans nehmen vom Verbrecherstaat." (11.7.1965) Beitrag als mp3
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Sonntag, 17.12.00 17.05 Uhr
Rüdiger Safranski "Weshalb stößt der Hinweis auf die deutsche Leitkultur hierzulande auf solches Misstrauen? Offenbar ist Deutschland ein Land, zu dessen Leitkultur inzwischen das Misstrauen gegen sich selbst gehört. Im Ausland fürchtet man sich in der Regel nicht mehr vor Deutschland." Beitrag als mp3
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Dienstag, 26.12.00 17.05 Uhr
Rolf Schroers "Deutsch zu sein ist ein Alptraum, eine böse Erinnerung. Man rührt nicht gern daran. Es wird vielleicht einmal ein Märchen werden, dass unsere Enkelinnen ihren Enkeln an Winterabenden erzählen." (6.6.1965) Beitrag als mp3
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Sonntag, 31.12.00 17.05 Uhr
Klaus Harpprecht |
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Sonntag, 7.1.01 17.05 Uhr
Heinrich August Winkler "Was ist deutsch? Offenbar nicht immer dasselbe. Das Bild, das die Welt von den Deutschen und die Deutschen von sich selbst haben, ist heute ein anderes als vor 100 oder 200 Jahren." Beitrag als mp3
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Sonntag, 14.1.01 17.05 Uhr
Arnold Gehlen "Dieses Volk ist sich selbst seit alters problematisch, geschweige denn den anderen Völkern, und vielleicht suchen nur die Amerikaner mit ähnlichem Eifer nach sich selbst. Dabei mag es von mehr als zufälliger Bedeutung sein, dass die Deutschen als einziges Volk in Europa Ihre Bezeichnung nicht auf einen alten Landes- oder Volksnamen zurückführen können." (25.4.1965) Beitrag als mp3
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Sonntag, 21.1.01 17.05 Uhr
Bassam Tibi Beitrag als mp3
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Sonntag, 28.1.01 17.05 Uhr
Friedrich Dieckmann Beitrag als mp3
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