In der Volkswirtschaftslehre gibt es keine Theorie des Schrumpfens. Wachstum ist erwünscht und soll der Normalfall sein, Schrumpfen gilt als Störung. Aber was passierte eigentlich also, wenn wir die Konsequenz aus der Klimakrise und den Verwerfungen der globalen Ökonomie, aus der Kritik an Konsumismus, Naturzerstörung, Beschleunigung ziehen?
Wenn wir weniger, aber besser essen und öfter selbst kochen; nur einmal im Jahr, aber dafür gut vorbereitet reisen; unsere Möbel, Mäntel, Motorräder nicht alle Jahre wechseln; und nur noch so viel arbeiten, wie es uns gut tut - kurzum, wenn wir nachhaltig und vernünftig leben: Wäre das der GAU für unser Wirtschaftssystem, das Elend für Millionen von Arbeitern? Und wenn nicht: Was steht unserer Vernunft im Wege - um uns herum und in uns selbst?
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