Am 30. Mai wählt Kolumbien einen Nachfolger für den amtierenden Präsidenten Ãlvaro Uribe. Das Land gilt als wichtigster Verbündeter Washingtons in Lateinamerika, Uribes Politik als Gegenmodell zu der linksgerichteter Regierungen in den Nachbarländern.
Tatsächlich ist es Uribe gelungen, die Guerilla zu schwächen und die Sicherheitslage für die Mittel- und Oberschicht deutlich zu verbessern. Auf der anderen Seite laufen gegen 70 Abgeordnete der Regierungsparteien Verfahren wegen Verbindungen zu Todesschwadronen. Uribes Privatsekretär traf sich mit Drogenbossen, um belastendes Material gegen den Obersten Gerichtshof zu bekommen. Die Grenzen zwischen Staatsapparat, Sicherheitspolitik und Kriminalität sind fließend geworden.
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