Das Mailänder Gericht verurteilte 23 CIA-Agenten zu hohen Haftstrafen. (Bild: picture alliance / dpa - Andrey Starostin)
Am 17. Februar 2003 wurde Osama Nasr Mostafa Hassan in der Via Guerzoni in Mailand entführt. Der als Abu Omar bekannte Prediger einer Mailänder Moschee wurde verdächtigt, einem Terroristennetzwerk anzugehören und war deshalb von der Antiterror-Einheit der Mailänder Polizei verfolgt worden.
Nachdem der mutmaßliche Terrorist verschwunden war, suchten die Anti-Terror-Polizisten unter der Leitung von zwei Mailänder Staatsanwälten nach dessen Entführern und kamen staatlich verbrieften Tätern auf die Spur.
Abu Omar war von Agenten der CIA und der italienischen Militärgeheimdienste verschleppt worden, von der Air Force Base Aviano in Italien zur Air Force Base Ramstein in Deutschland und von dort nach Ägypten geflogen worden.
Dort wurde er ägyptischen Behörden zur Vernehmung übergeben und monatelang gefoltert. Es ist der erste Fall von extraordinary rendition - wie die USA diese besondere Methode ihres Krieges gegen den Terror nennen - der der Weltöffentlichkeit in allen Einzelheiten bekannt wurde.
Und der einzige, der einen wirklich außerordentlichen Ausgang nahm: das Mailänder Gericht verurteilte 23 CIA-Agenten, den Chef der italienischen Geheimdienste und vier seiner Mitarbeiter zu hohen Haftstrafen.
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