Wittenberge ist eine brandenburgische Kleinstadt mit rund 20.000 Einwohnern, die exemplarisch für die wirtschaftlichen Veränderungen nach 1989 steht. Nach der Schließung eines Nähmaschinenwerks, einer Zellstofffabrik und einer Ölmühle, kehrte ein Drittel der Wittenberger der Stadt den Rücken. Ein Ende der Abwanderung ist nicht absehbar.
Worauf greifen Menschen zurück, wenn es nicht mehr weiter geht? Wie verändern sich soziale Beziehungen, wenn man sich ausgegrenzt fühlt? Welche Überlebensstrategien entwickeln Menschen in Umbruchsituationen? Solchen Fragen widmen sich ein von den Exclusionsexperten Heinz Bude und Andreas Willisch geleiteter Forschungsverbund sowie eine Feldstudie des Berliner Maxim Gorki Theaters. Sie alle sehen Wittenberge nicht als Sonderfall, sondern als Beispiel für den Wandel europäischer Arbeitsgesellschaften.
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