Millionen starren gespannt auf die Bildschirme, wenn ihre Lieblingsathleten auf dem Spielfeld, der Rennbahn, im Wasser, im Schnee, auf dem Eis oder am Turngerät Höchstleistungen erbringen. Millionen treiben selber Sport. Aber Sport ist heute noch viel mehr: Er ist Milliardengeschäft, Instrument der Politik, ein Feld vielfältiger Interessen und mancher Skandale und Affären - er wird benutzt und instrumentalisiert.
Die Tagung "Echt Sport?!", die Sie sowohl im Programm des Deutschlandfunks als auch hier verfolgen konnten, führte an diese Knotenpunkte der Instrumentalisierung des Sports.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Gästen für Ihr Interesse und freuen uns auf die nächste Sporttagung!
Welche Schlussfolgerungen sind aus einem Tag "Echt Sport?!" zu ziehen? Diese Frage war Gegenstand des Podiums mit Moderator Raphael Honigstein, Fußballkorrespondent des "Guardian". Sehr schnell wurde klar: Die Medien spielen eine zentrale Rolle.
Er ist mehr als ein 1:0 oder ein 2:0. Im Sport kommen viele Komponenten zusammen: Wirtschaft, Kultur, Medizin, Politik. "Echt Sport?!" brachte all diese Aspekte zusammen.
Fördert der Sport die Profilbildung, die Demokratisierung einer Gesellschaft? Oder sind solche Hoffnungen nicht mehr als politische Lippenbekenntnisse? Fragen, die das Panel #3 unter Leitung von DRadio Warschau-Korrespondentin Sabine Adler diskutiert hat.
Lance Armstrong - ein Name der in der Diskussion in Panel #2 natürlich fiel. Das bestimmende Thema war Doping. Der Tenor der Runde um Moderatorin Andrea Schültke: Der Sport habe kein Interesse doping-frei zu werden.
Die Fußballweltmeisterschaft 2022 findet in Katar statt - ein Aufreger, denn für viele ist klar: Das Turnier wurde gekauft. In Panel #1 diskutierte DLF-Sportredakteur Moritz Küpper mit den Teilnehmern nicht zuletzt am Beispiel Katar die Käuflichkeit des Sports.
"Echt Sport?!" ist als ein Gemeinschaftsprojekt des DLF und der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln entstanden. Professorin Marlis Prinzing eröffnete die Tagung mit einem Plädoyer für einen geschärften, journalistischen Blick auf den Sport.
Vier Fragen, vier Panels, spannende Diskussionsteilnehmer: Astrid Rawohl, Sport-Chefin des DLF, und ihr Kollege und Sportredakteur Moritz Küpper gaben einen ersten Einblick.
Sport ist ein milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor, ein global eingesetztes Instrument der Politik, ein Feld vielfältiger Interessen und mancher Skandale und Affären. Wir diskutieren die Gründe, die Ausmaße, die Risiken und die Herausforderungen.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Interview mit Ruder-Bundestrainer Ralf Holtmeyer
Sendezeit: 16.06.2013, 19:50
Interview mit Julius Brink, Beachvolleyball-Olympiasieger
Sendezeit: 16.06.2013, 19:33
Beachvolleyball: Warum die Athleten auf die Barrikaden gehen
Sendezeit: 16.06.2013, 19:32
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