26.05.2012 13:30 Uhr
Noch beschäftigen die ausländischen Truppen in Afghanistan Tausende Einheimische. Auch in den deutschen Feldlagern arbeiten Afghanen als Übersetzer, Elektriker, Handwerker. Sie fürchten um ihre Arbeit und ihre Sicherheit nach dem Abzug.
Die meisten ISAF-Truppen werden Afghanistan über den Norden verlassen. Der Korridor zwischen den zentralasiatischen Republiken Tadschikistan und Usbekistan gilt den Militärplanern als sicherer als die Route über Pakistan.
Der Afghane Maulawi Qalamuddin war Chef der berüchtigten Religionspolizei der Taliban. Er saß kurzfristig im Gefängnis und stand bis vor zwei Jahren auf der Sanktionsliste der Vereinten Nationen. Heute guckt der Maulawi selber Fernsehen und sitzt im Hohen Afghanischen Friedensrat.
Der Diktator ist weg, doch die Praktiken sind die gleichen: Auch nach der Revolution wird in Tunesiens Polizeiwachen und Gefängnissen weiter gefoltert, so ein Bericht der Internationalen Menschenrechtsliga. Wer ungefragt darüber spricht oder als Zeuge auspackt, bringt sich in Gefahr.
Viele Teile Somalias sind in der Hand der islamistischen Shabaab-Miliz, die zum Terrornetzwerk Al-Kaida gehört. Bis vor acht Monaten galt das auch für Mogadischu. Musik und Tanzen waren verboten, ebenso wie Fußballspielen oder Fernsehen. Seit sich die Milizionäre im August 2011 zurückzogen, atmet die Stadt auf.
Auf der Rangliste der Organisation "Reporter ohne Grenzen" rangiert Pakistan weit unten. Die Gefahr, als Reporter getötet zu werden, ist hier besonders groß. 70 Journalisten wurden allein in den letzten fünf Jahren ermordet. Und in der gewaltgeladenen politischen Atmosphäre nimmt der Druck weiter zu.
Beiträge zum Nachhören
Eine Welt
Tashikistan/Usbekistan: Zankapfel "Freundschafts-Brücke"
Sendezeit: 19.05.2012, 13:50
Afghanen in Angst - was wird aus tausenden ISAF Beschäftigten?
Sendezeit: 19.05.2012, 13:41
Reden mit den Taliban - Gespräch mit Maulawi Qalamuddin
Sendezeit: 19.05.2012, 13:32
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