"Wo bleibt eigentlich der Wenderoman?" Wir alle erinnern uns an diese griffige Formel, die als Wunschvorstellung eine ganze Weile in der Literaturkritik herumgeisterte. Spätestens jetzt hat sie sich endgültig erledigt.
Das Buch zum historischen Ereignis gibt es nicht, dafür aber mittlerweile eine Fülle von Romanen, Erzählungen und Sachbüchern, die sich diesem verschwundenen Land DDR, seinem Wesen, Alltagsleben und seinem Niedergang widmen. Die Erinnerung an eine geschichtlich gewordene Ära ist ein komplizierter Prozess, der über Generationen fortwirkt.
Die Schriftstellerin Antje Rávic Strubel hat für diese untergründig korrespondierende Erinnerung in ihrem Roman "Tupolew 134" das Bild eines Schachts mit seinen unterschiedlichen Ebenen verwendet.
Die Gesprächsreihe "Zwiespalt der Erinnerung" folgt diesem Bild des Schachts insofern, dass sie drei Schriftstellerinnen unterschiedlicher Generationen vorstellt und danach befragt, wie sie die DDR-Geschichte in ihren Werken bewahren und verarbeiten.
Deutschlandfunk
So 8./15./22. November 9:30
Essay und Diskurs
8. November
Gespräch mit Irina Liebmann
15. November
Gespräch mit Ines Geipel
22. November
Gespräch mit Antje Rávic Strubel
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