Im Gespräch mit dem Soziologen Ulrich Beck geht es um die Rolle der Gewalt in der Religion und die Chancen eines friedlichen Umgangs miteinander. Ausgangspunkt ist der fundamentale Widerspruch von Religionen, das Prinzip der Friedfertigkeit zum Schlüssel des eigenen Selbstverständnisses zu erheben, aber ebenso immer wieder zur Zerklüftung der Gesellschaft beizutragen.
Außerdem geht es um die Frage, wie sich Transzendenz mit der Kreativität des Sozialen in Verbindung bringen lässt. Schafft es eine neue Form von Religiosität, dass Individuen souverän gläubig sein können, ohne sich einem Dogma unterwerfen zu müssen? Und: Wie gelingt eine Einübung in die Religionstoleranz?
Ulrich Beck lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der London School of Economics. Zu seinen Themenschwerpunkten zählen der Wandel der Politik in der Risikogesellschaft und die Theorie einer reflexiven Modernisierung. Seine jüngste Buchveröffentlichung "Der eigene Gott. Die Individualisierung der Religion und der "Geist" der Weltgesellschaft" erschien in diesem Jahr im Suhrkamp Verlag.
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