Mit seinem Roman "Imperium" ist der Schriftsteller Christian Kracht 2012 in die Schusslinie des Feuilletons geraten. Ihm wurde unterstellt, sich als literarischer Türsteher von rechtsreaktionären Gedanken zu betätigen. Inzwischen ist ein differenzierterer Blick auf das Buch möglich.
Er wollte vor allem eins: Die große Konsensblase zum Platzen bringen. Was immer Christoph Schlingensief tat, ob er Filme machte oder Aktionskunst, immer ging es ihm darum, das Unsichtbare sichtbar zu machen, das Dunkle zwischen den Bildern aufscheinen zu lassen.
Wer als anerkannter Künstler mehr als eine Disziplin beherrscht, wird gern verdächtigt, in einer der beiden eher ein Dilettant zu sein. Der Dramatiker Max Frisch beweist aber das Gegenteil, denn er war auch ein zeitweise erfolgreicher Architekt.
Kurz nach ihrem Machtantritt machten die Nationalsozialisten am 1. Mai 1933 den Tag der Arbeit zum ersten Mal als bezahlten gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Sie bedienten sich damit der Tradition der politischen Linken und warben propagandistisch um die Gunst der Arbeiterschaft.
Arno Schmidt beschrieb die Welt seiner Zeit detailliert, packte mit seiner ansteckenden Geisteshaltung seine Leser. Dabei waren dem Autor gerade die Fakten sehr wichtig, aus denen er dann Geschichten entwarf. Diese sammelte er akribisch in einem Zettelkasten.
Wer als anerkannter Künstler mehr als eine Disziplin beherrschte, wurde bislang gern verdächtigt, in einer der beiden eher ein Dilettant zu sein. Dass diese Ansicht ungerecht ist zeigt auch die Beschäftigung mit dem romantischen Schriftsteller, Komponisten und Juristen E.T.A. Hoffmann.
Maria Antonia Walpurgis führte nicht nur die Regierungsgeschäfte in Sachsen, sie war darüber hinaus auch eine anerkannte Künstlerin - und stellte mit der Oper "Talestri, Königin der Amazonen", die 1765 erschien, ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis.
Wer als anerkannter Künstler mehr als eine Disziplin beherrschte, wurde bislang gern verdächtigt, in einer der beiden eher ein Dilettant zu sein. Dass diese Ansicht ungerecht ist und einem tiefsitzenden Ressentiment entspringt, soll unsere neue Essay-Serie unter Beweis stellen.
Bis Ende des Jahres 2014 sollen alle Kampftruppen Afghanistan verlassen haben. Genügte das vergangene Jahrzehnt, um die Basis für eine Zivilgesellschaft zu schaffen, die dem rigiden Kulturkonservatismus die Stirn bieten kann? Eine Afghanistan-Serie in Essay und Diskurs.
Wie kann der afghanische Staat nach dem Abzug der Truppen Ende 2014 dem Zugriff einzelner Gruppen widerstehen, zum Beispiel den Taliban oder den Drogenkartellen der Warlords? Um diese Fragen geht es in der Serie bei Essay und Diskurs.
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Essay und Diskurs
"Ökonomie des glücklichen Lebens" Teil 1: Yanis Varoufakis
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Adele Schopenhauer - Die Erotomanin, die sich nicht traut
Sendezeit: 09.06.2013, 09:30
"Die ästhetische Dimension muss zunächst einmal 'dienen'" - Patrick Roth
Sendezeit: 02.06.2013, 09:30
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