17.06.2013 09:10 Uhr
In Spanien erweisen sich Kooperativen als ausgesprochen krisenfest: Während anderswo Stellen gekürzt werden und Firmen Sparprogramme auflegen, floriert das genossenschaftliche Modell. Gerade für junge Menschen sind die Kooperativen eine Möglichkeit, zu arbeiten und im Land zu bleiben.
Eine neue Brücke über die Donau verbindet seit heute die Orte Widin in Bulgarien und Calafat in Rumänien. Auf der nunmehr zweiten Donaubrücke zwischen beiden Ländern ruhen viele Hoffnungen - doch es fehlen gut ausgebaute Zufahrtswege.
Der französische Präsident François Hollande steht vor einer Mammutaufgabe: Die EU-Kommission zwingt ihn, das Rentensystem des Landes zu reformieren. Dass die Vorgabe aus Brüssel stammt, macht das Projekt nicht einfacher.
Auch im vereinten Europa müssen sich Menschen, die in einem anderen Land arbeiten wollen, mit bürokratischen Hürden herumschlagen. In der slowakischen Hauptstadt Bratislava ärgern sich viele über stundenlange Wartezeiten und überforderte Beamte. Hilfsorganisationen wollen das ändern.
Nicht nur die Deutschen werden immer älter. Auch in Polen ist der demografische Wandel nicht zu übersehen. Die Regierung dort will junge Paare nun mit Steuererleichterungen und einer Verlängerung der Elternzeit ermutigen, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten viele Kinder zu bekommen.
Bei den Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park gibt es kostenloses Essen, eine Bibliothek und Gezi-TV. Der Fernsehsender ist eines der Medien, die den Protestlern eine Stimme geben und die etablierten Sender und Zeitungen des Landes infrage stellen.
Am 5. Juni prügelten Skinheads einen Studenten in Paris zu Tode. Nun diskutiert Frankreich über die Konsequenzen. Die Regierung prüft, ob einzelne rechte Gruppen verboten werden können. Die wollen mit der Attacke nichts zu tun haben.
Nicht nur Oppositionelle, auch viele enttäuschte Wähler von Ministerpräsident Erdogans AKP protestieren gegen die religiös-konservative Regierung der Türkei. Eine bunte Koalition wehrt sich vor allem gegen die Einmischung der Politik in ihr Privatleben. Es droht weitere Eskalation.
Auf ihrem Kongress in Moskau suchen die Mitglieder der Allrussischen Volksfront ihre Zukunft. Die Bewegung, die vor zwei Jahren von Präsident Putin zu Wahlkampfzwecken ins Leben gerufen wurde, will sich einen neuen Anstrich geben.
In Italien pushen die Medien die Verhandlungen vor dem Bundesverfassungsgericht zu den Euro-Rettungsschirmen zu einem deutsch-italienischen Duell hoch. Doch der Italiener und EZB-Chef Mario Draghi ist nicht der mächtige Gegenspieler Deutschlands.
Investmentbanker in London verdienen enorme Summen, doch ihre Ausgaben sind auch entsprechend hoch. Eigentlich ein normaler Zustand in ihrer Welt. Doch der psychische Druck ist so groß, dass viele von ihnen professionelle Hilfe aufsuchen - bei einer Ex-Bankerin.
Die luxemburgische Regierung hat angekündigt, ihr Bankgeheimnis zu lockern. Seitdem versuchen einige Deutsche ihr Geld aus dem kleinen Fürstentum, wo es sich jahrelang am deutschen Fiskus vorbei vermehrte, zurückzuholen. Vor allem der Zoll im Grenzgebiet spürt das.
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Beiträge zum Nachhören
Europa heute
Die Brücke im Nirgendwo - Rum.-bulg. Prestigeprojekt ohne Verkehrsanbindung
Sendezeit: 14.06.2013, 09:25
Gemeinsam selbstständig - Krisenresistente Kooperativen in Spanien
Sendezeit: 14.06.2013, 09:18
Frankreich: Europa- und Rentendebatte
Sendezeit: 14.06.2013, 09:12
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