29.05.2012 09:10 Uhr
Der Handel mit Zwangsprostituierten in Rumänien floriert. Von 1000 rumänischen Mädchen jährlich sprechen die, die sich um die Opfer kümmern - von wenigen Fällen die Regierung. Keno Verseck hat einen Zufluchtsort für Zwangsprostituierte besucht.
Wohngemeinschaften sind vor allem bei Studierenden sehr beliebt. Der niederländischen Stadt Groningen dagegen sind sie ein Dorn im Auge. Daher wird derzeit eine Verordnung umgesetzt, wegen der viele WGs aufgelöst werden müssen.
Frankreich wird in Sachen Kinderbetreuung häufig als Vorbild dargestellt. Doch wer genauer hinschaut merkt, dass die Betreuung der Unter-Dreijährigen schwierig ist. Besonders in Kleinstädten und auf dem Land ist das Angebot völlig unzureichend.
Wegen des Umgangs mit der Opposition steht die Regierung der Ukraine international in der Kritik. Inzwischen haben sich die meisten Politiker zwar gegen einen Boykott der Fußball-EM ausgesprochen, ob und wie man Präsident Janukowitsch entgegentritt, ist aber noch offen.
Der Bombenanschlag auf den Mafiajäger Richter Giovanni Falcone am 23. Mai 1992 war ein Attentat, mit dem die Mafia eigentlich ihre Macht zeigen wollte. Doch der Mord riss Italien aus der Lethargie. Es entstand eine Protestbewegung, deren Folgen auch 20 Jahre später nachwirken.
Estland hat den Tiefpunkt der Rezession dank eines radikalen Sparkonzepts bereits 2010 überwunden. Die Esten haben das Sparprogramm ihrer Regierung zwar mitgetragen - ärgern sich aber über die nach wie vor hohen Lebenshaltungskosten.
Schon 2020 könnte der NATO-Raketenschirm in Europa voll einsatzbereit sein: Nach dieser Ankündigung des NATO-Gipfels am Wochenende eskalierte der Streit des Militärbündnisses mit Russland erneut. Staatschef Putin drohte mit dem Ausstieg aus dem Abrüstungsvertrag New START.
Bei den Wahlen haben zuletzt die Gegner des harten Sparens gesiegt. Der Sparkurs der Bundeskanzlerin sei dennoch nicht überholt, meint der luxemburgische Journalist Marcel Linden. Griechenland müsse seine Verpflichtungen erfüllen. Nur dann dürfe die EU mit mehr Geld helfen.
Anders als sein Kollege aus Luxemburg betrachtet der österreichische Publizist Christian Felber den konzertierten Sparkurs der EU als "kollektiven Selbstmord". Die Lösung der Krise bestehe in einer stärkeren Besteuerung von Vermögen und mehr Wachstumsimpulsen.
In Tschechien findet die Sparpolitik von Petr Necas' Regierung keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Steuererhöhungen und Rentenkürzungen haben die Stimmung im Land verändert. Eine Mehrheit verlangt vorgezogene Neuwahlen. Profitieren dürften davon die Sozialdemokraten und die Kommunisten.
Am 10. und 17. Juni sind Parlamentswahlen in Frankreich und der neu gewählte sozialistische Präsident François Hollande kann laut Umfragen auf eine Mehrheit hoffen. Gewinnt jedoch die Rechte die Oberhand, wäre das das Ende der Hollandschen Wahlversprechen.
Griechenland bleibt in der Eurozone, macht aber Schluss mit dem Sparprogramm, so lautet die wichtigste Botschaft von Alexis Tsipras. Und damit wurde sein Bündnis der Radikalen Linken bei den Parlamentswahlen zur zweitstärksten Kraft. In dieser Woche präsentiert sich Tsipras in Paris und Berlin den Linksparteien.
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Beiträge zum Nachhören
Europa heute
Menschenhandel in Rumänien
Sendezeit: 25.05.2012, 09:24
Ital. Minister Riccardi fordert Hilfe für Bootsflüchtlinge in Lampedusa
Sendezeit: 25.05.2012, 09:18
Interview mit Gesine Dornblüth über Proteste in Aserbaidschan - Europa Heute
Sendezeit: 25.05.2012, 09:11
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