DLF Kopf

Letzte Briefe

Wilhelm Raimund Beyer bezweifelt in seinem 1987 erschienenen Erinnerungsbuch "Stalingrad. Unten, wo das Leben konkret war" energisch die Authentizität der in der Anthologie versammelten Briefe.

"Bedenken hatte ich aber ganz großen Ausmaßes gegen den 1954 erschienenen Band 'Letzte Briefe aus Stalingrad'... Ich erachte das ganze Projekt als eine gewisse Nachahmung des einstigen Erfolgsbuches 'Kriegsbriefe deutscher Studenten' nach dem ersten Weltkrieg. Die in diesen 'letzten Briefen aus Stalingrad' niedergelegten Daten und Fakten und erst recht die weltanschaulichen Ergüsse dieser Schreiben deckten sich nicht mit meinen Erfahrungen... an und in diesem Buche stimmt vieles und daher wohl alles nicht... Die sämtlichen in diesem Band vermittelten Briefe offenbaren einen einheitlichen, durch bestimmte eingestreute Satzfiguren uniformierten Stil, der auffällt. Sie bezeugen Themenfelder, die ein einfacher Schütze... niemals berührt hätte."

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