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 Feldpostbriefe aus Stalingrad
Zeittafel
 

1939

  • 23.08. Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion
  • 28.09. Deutsch-Sowjetisches Grenz- und Freundschaftsabkommen
1940
  • Ausarbeitung des "Plans Barbarossa" zum Überfall auf die Sowjetunion. General Friedrich Paulus ist an der Planung maßgeblich beteiligt.
1941
  • 22.06. Unter Bruch des Nichtangriffspaktes überfällt Deutschland ohne Kriegserklärung die Sowjetunion. Zeitgleich beginnen Massenexekutionen von Juden in Polen und der UdSSR. Die Wehrmacht dringt rasch nach Osten vor.
  • Dezember 60 km vor Moskau wird der militärische Vormarsch der deutschen Truppen durch eine Gegenoffensive der Roten Armee gestoppt. Die "Blitzkrieg-Strategie" ist gescheitert. Die Wehrmacht erreicht die geplanten Winterquartiere nicht und ist kaum für die kalte Jahreszeit ausgerüstet. Ca. 2 Millionen sowjetische Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft sterben.
1942
  • 28.06. neue Generaloffensive der Wehrmacht an der deutsch-sowjetischen Front
  • 06.07. Das sowjetische Hauptquartier befiehlt Rückzug aus den umkämpften Gebieten und Konzentration auf die Verteidigung Stalingrads und des KaukasusŒ.
  • 12.07. Spitzen der Wehrmachtsverbände dringen in Stalingrader Gebiet ein.
  • 14.07. Oberster Sowjet verkündet Kriegszustand für Stalingrader Gebiet.
  • 17.07. Beginn der Schlacht um Stalingrad
  • 23.07. Weisung Nr. 45 des Oberkommandos der Wehrmacht: Vormarsch in den Kaukasus bei gleichzeitiger Einnahme Stalingrads
  • 21.08. Stoßtruppen der 6. Armee erreichen nördlich von Stalingrad bei der Stadt Rynok die Wolga.
  • 23.08. Schwere Bombardierung Stalingrads durch die deutsche Luftwaffe
  • September Kämpfe am Stadtrand
  • 14.09. Die 4. Panzerarmee erreicht im Süden von Stalingrad die Wolga.
  • 30.09. Hitler kündigt den baldigen Fall von Stalingrad an.
  • 09.11. Neun Zehntel von Stalingrad-Stadt werden erobert. Hitler verkündet im Münchner Bürgerbräukeller: Stalingrad ist vollständig in deutscher Hand.
  • 19.11. Beginn der Umfassungsoperation durch sowjetische Truppen
  • 22.11. Hitler verbietet die Rücknahme der gefährdeten Truppen und verlangt "Einigelung".
  • 23.11. Vereinigung der sowjetischen Angriffskeile bei Kalatsch. Der Kessel ist geschlossen.
  • 25.11. General von Seydlitz verlangt in einer Denkschrift den sofortigen Ausbruch und verkürzt ohne Befehl seinen Frontabschnitt.
  • 30.11. Paulus wird zum Generaloberst befördert.
  • 12.12. Beginn des "Befreiungsversuchs" von General Hoth, der am
  • 20.12. wenige Kilometer vor Stalingrad zum Stillstand kommt.
  • 23.12. Gegenoffensive der Roten Armee, Rückzug Hoths, Rücknahme der gesamten deutsche Front
1943
  • 08.01. Die Rote Armee unterbreitet Paulus ein Angebot zur ehrenvollen Kapitulation. Paulus lehnt ab und befiehlt, Parlamentäre in Zukunft abzuweisen.
  • 10.01. Nach Ablauf des Ultimatums beginnt der sowjetische Generalangriff.
  • 23.01. Letzter deutscher Flugplatz im Kessel geht verloren.
  • 25.01. Die Rote Armee spaltet den Kessel.
  • 30.01. Am 10. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers verkündet Göring in seiner "Leichenrede" den Untergang der 6. Armee. Paulus wird zum Generalfeldmarschall befördert.
  • 31.01. Südkessel unter Paulus kapituliert. Paulus geht in die Gefangenschaft.
  • 02.02. Nordkessel unter General Strecker kapituliert. Die Schlacht um Stalingrad ist zu Ende.
  • 18.02. Goebbels verkündet im Berliner Sportpalast den "totalen Krieg".
  • 12.07. Im Kriegsgefangenenlager Krasnogorsk bei Moskau wird das "Nationalkomitee Freies Deutschland" (NKFD) unter maßgeblicher Beteiligung von Stalingradkämpfern gegründet. Präsident wird der emigrierte kommunistische Schriftsteller Erich Weinert.
  • 12.09. Im Lager Lunjowo wird der "Bund deutscher Offiziere" (BdO) gegründet. Präsident wird General von Seydlitz. Der BdO vereinigt sich später mit dem NKFD.
1944
  • Seydlitz wird in Deutschland in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
  • 20.07. mißglücktes Attentat auf Hitler
  • 14.08. Paulus wird Mitglied des BdO und damit auch des NKFD.
1946
  • Paulus tritt als Zeuge der sowjetischen Anklage vor dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß auf.
1950
  • Seydlitz protestiert in der Gefangenschaft gegen die Enteignung des Großgrundbesitzes in der Sowjetischen Besatzungszone. Er wird in der Sowjetunion als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt und später zu lebenslanger Haft begnadigt.
1953
  • Paulus wird aus der Gefangenschaft entlassen und wählt seinen Wohnsitz in der Deutschen Demokratischen Republik. Er hält Vorträge an der Militärakademie ""Friedrich Engels" in Dresden.
1955
  • Seydlitz kehrt aus der Gefangenschaft in die Bundesrepublik Deutschland zurück.
1958
  • 11.01. Gründung der "Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere" in der DDR unter maßgeblicher Beteiligung von Stalingradkämpfern
  • 04.10. Gründung des "Bundes ehemaliger Stalingradkämpfer" in der BRD
1971
  • Auflösung der "Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere"
1990
  • Der westdeutsche Stalingradbund öffnet sich auch für Mitglieder aus der ehemaligen DDR.
2002
  • Auflösung des Stalingradbundes

Feldpostbriefe aus Stalingrad
-> Feldpostsendereihe im Deutschlandfunk
Begleitung
-> Briefe aus dem Stalingrader Kessel: eine Einführung
-> Stalingrad: eine Militärhistorische Skizze
-> Wolgograd: Geschichte einer Stadt
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