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Feldpostbriefe - Lettres de poilus
»... wer fällt, der stirbt den Heldentod« Begleitinformationen Friede von Brest-Litowsk – Kriegseintritt der USA
Zwei einschneidende Ereignisse auf der geopolitischen Ebene veränderten nach dem vergeblichen "großen Gemetzel" der Jahre 1916/17 das militärische Gleichgewicht an der Westfront: die Friedensschluß von Brest-Litowsk zwischen dem Deutschen Reich und Rußland sowie der Kriegseintritt der USA auf Seiten der Alliierten.
Nach der Abdankung des Zaren Nikolaus II. am 15. März 1917 hatten die bürgerlichen Sozialrevolutionäre unter dem ehemaligen Kriegsminister Kerenski den Krieg gegen Deutschland und Österreich/Ungarn fortgesetzt, obwohl sich das Land in einem katastrophalen Zustand befand und der militärische Zusammenbruch drohte. Lenin dagegen suchte nach der Oktober-Revolution im November 1917 sofort um einen Waffenstillstand nach. Das deutsche Reich sah die günstige Gelegenheit zur Beendigung des Zwei-Fronten-Krieges und zur Sprengung der feindlichen Koalition.
Die Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk zogen sich in die Länge, da es nicht nur Differenzen zwischen den ehemaligen Gegnern gab, sondern auch schwere Spannungen zwischen Reichsleitung und oberster Heeresleitung, ein Ergebnis des politischen Dualismus von Militär- und Zivilgewalt. Um die russische Seite unter Druck zu setzen, selber jedoch unter dem Zeitdruck eigener Offensivpläne an der Westfront, für die er bisher im Osten stehende Divisionen benötigte, ließ Ludendorff Teile Rußlands besetzen: unter anderem das Baltikum, die Ukraine und die Krim - ein Akt imperialer Expansion. Am 3. März 1918 wurde der Friedensvertrag zwischen Deutschland, Österreich/Ungarn, Türkei, Bulgarien und Sowjetrußland unterzeichnet, unter Protest der russischen Unterhändler. Das deutsche Heer konnte daraufhin zahlreiche Divisionen von der ehemaligen Ost- an die Westfront verlagern und schuf damit die personellen Voraussetzungen für die geplante Frühjahrsoffensive.
Die USA hatte dem Deutschen Reich am 6. April 1917 offiziell den Krieg erklärt, als Reaktion auf den uneingeschränkten U-Boot-Krieg, mit dem Deutschland England in die Knie zwingen wollte. Obwohl im Sommer 1917 kleinere amerikanische Einheiten in Frankreich eintrafen, sollte es aufgrund der notwendigen Einführung der Wehrpflicht, Ausbildungs- und Transportverzögerungen bis zum Frühjahr 1918 dauern, bis amerikanische Einheiten in größerem Umfang in die Kämpfe eingreifen konnten. Ab März 1918 schickte die USA monatlich 250 000 Soldaten nach Europa, was die Kräfteverhältnisse entscheidend zugunsten der Alliierten verschob. Weniger die aktiven amerikanischen Soldaten – zwei Millionen kämpften bei Kriegsende an der Westfront – sondern das Reservepotential der USA an Material und Mannschaften machten der deutschen Führung und den Soldaten nach dem Scheitern der Frühjahrsoffensive die Aussichtslosigkeit einer Fortführung des Krieges deutlich.
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