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Feldpostbriefe - Lettres de poilus
»... wer fällt, der stirbt den Heldentod« Begleitinformationen Marne-Schlacht 1914 – "Wunder an der Marne"
Seit der gescheiterten Generaloffensive der Franzosen im Laufe des August befanden sich die französischen Truppen auf dem Rückzug, konnten sich aber einer Umfassung entziehen und südlich der Marne neu formieren. Da der rechte Flügel des deutschen Heeres den ursprünglichen Plan einer westlichen Umgehung und Einschließung von Paris aufgegeben hatte und statt dessen nach Süden vorstieß, konnte es von Paris aus in seiner Flanke bedroht werden. Zwischen dem 5. und 10. September, der ersten Marne-Schlacht, starteten die Alliierten eine Gegenoffensive an diesem rechten Flügel, während der weitere deutsche Vormarsch entlang der Marne-Linie aufgehalten wurde. Das zahlenmäßig überlegen deutsche Heer, dessen Truppen durch enorme Marschleistungen erschöpft und dessen Versorgungslinien überdehnt waren, wurde zum Rückzug gezwungen und die Front stabilisierte sich zwischen dem 10. und 13. September entlang der Aisne-Linie. Zwei Tage später wurden dort die ersten Schützengräben ausgehoben: der Schlieffen-Plan war gescheitert und der Stellungskrieg hatte begonnen.
Die Beurteilung des Schlieffen-Plans ist eine der umstrittensten und zugleich müßigsten Streitfragen der Militärgeschichtsschreibung. Mehrere Gründe für das Scheitern des Plans werden genannt: die Modifizierung des Planes durch Moltke, die Überschätzung menschlichen Durchhaltevermögens, logistische Schwierigkeiten in der Versorgung, eine Überforderung des Kommunikationssystems, der unerwartet schnelle Abschluß der russischen Mobilmachung und die militärische Lage an der Ostfront.
Auf französischer Seite wurde der Erfolg als "Wunder an der Marne" gefeiert, da sich die alliierten Armeen eigentlich zu einem Verzweiflungskampf, zum letzten Gefecht, gestellt hatten und von dem befohlenen deutschen Rückzug überrascht wurden.
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