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Feldpostbriefe - Lettres de poilus
»... wer fällt, der stirbt den Heldentod« Begleitinformationen Die Schlacht an der Somme 1916
Am 1. Juli 1916 begann an der Somme-Front die bereits seit Dezember 1915 geplante große alliierte Sommeroffensive, die zudem eine herausragende Bedeutung als Entlastungsangriff für seit Februar tobende Schlacht um Verdun gewonnen hatte. Optimismus und Strategielosigkeit kennzeichnen den Beginn der Somme-Schlacht, die hauptsächlich von dem englischen Expeditionskorps, das seit Januar durch Wehrdienstverpflichtete verstärkt worden war, getragen wurde. Mit einem einwöchigen Trommelfeuer, einem neuen Rekord an der Westfront, sollten die deutschen Verteidigungsstellungen zerschlagen werden. Dennoch wurde bereits der erste Tag der Offensive für die britische Armee zum Desaster, da die deutschen Stellungen weitgehend unversehrt geblieben waren und die Welle für Welle vorstürmenden Infanterieeinheiten im deutschen MG-Feuer zusammenbrachen. Bereits am ersten Tag hatten die Briten 60 000 Mann Verluste zu beklagen. Als dieser Durchbruchversuch nur einen geringen Erfolg einbrachte, wurde im August zum Zermürbungskrieg übergegangen, in dem es nur sprungweise um schmale Geländestücke ging. In der dritten Phase der Schlacht Mitte September fand die Offensive ihren Höhepunkt mit dem Einsatz von neuentwickelten Panzern, die zwar Panik auslösten, doch wegen ihrer Schwerfälligkeit im Trichtergelände steckenblieben.
Ungeachtet der Erfolglosigkeit setzte das französische und englische Oberkommando bis Mitte November die Großangriffe fort, bis das verschlammte Gelände so gut wie keine Bewegung mehr zuließ. In den fünf Monaten der Schlacht hatten die Alliierten die deutsche Front in einer Breite von rund 30 Kilometern zehn Kilometer tief eingedrückt, rund 25 Millionen Granaten verschossen, 2,5 Millionen Mann eingesetzt und rund 750 000 Mann Tote, Verwundete und Vermißte hinnehmen müssen. Obwohl die auch deutschen Verluste 500 000 Mann betrugen und der materielle Einsatz auf alliierter Seite deren Überlegenheit für die Zukunft demonstriert hatte, wurde der Abwehrerfolg als deutscher Sieg gefeiert.
Der Wechsel in der OHL mitten in der Schlacht von Falkenhayn zu Ludendorff hatte auch einen Wechsel in der Abwehrtaktik zur Folge, da Ludendorff zur flexiblen Tiefenverteidigung und einem verbesserten Ablösungsverfahren überging. Zur Auswirkung der Schlacht gehörte auf deutscher Seite eine deutliche Zunahme der Kriegsmüdigkeit. In England gewann die Überzeugung Boden, den Krieg nicht mehr für die Verteidigung Frankreichs zu führen, sondern für den Ehrgeiz von Politikern und Generalität. Jahr für Jahr wurde seit 1919 durch Kriegsveteranen und Soldatenverbände an den Beginn der Schlacht erinnert, die im Rückblick als "englisches Verdun" gilt.
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