Bis zum 18.10.2008 beantwortet der Deutschlandfunk täglich in den "Informationen am Morgen" (06:40 Uhr) und "Wirtschaft und Gesellschaft" (17:05 Uhr) Fragen zur aktuellen Finanzkrise.
Fangen sich die US-Märkte eine Erkältung, dann erwischt Brasiliens Wirtschaft eine Lungenentzündung. In den 90er Jahren galt dies als Selbstverständlichkeit, heute stimmt das nicht mehr.
Die Antwort lautet: Nein, nicht zwingend. Denn keine Bank muss das Rettungspaket der Bundesregierung in Anspruch nehmen.
Die Antwort lautet "Nein". Denn weder die 400 Milliarden Euro an Staatsgarantien, noch die 80 Milliarden Euro an Kapitalspritzen für taumelnde Banken gibt es umsonst.
Natürlich! - und: Wir haben es doch schon immer gesagt!, erklären fast triumphierend die Protagonisten der Linken. Für Gregor Gysi begann das zügellose Geschäftemachen mit Zins und Zinseszins im Mittelalter.
Die Politik rief die Bürger zu mehr privatem Engagement für ihre Altersvorsorge auf: War das ein Fehler? Nein, denn eine private Zusatzversorgung lohnt sich weiterhin unbedingt. Sie bleibt nahezu unverzichtbar. Auch wenn Norbert Blüm angesichts der Finanzkrise frohlocken mag, dass die gute alte Rente immer noch die beste Lösung sei.
Ja, zumindest in einem Punkt. Im Hinblick auf die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte lautet das Lafontainesche Credo seit Jahren: Der Staat muss die Spielregeln festlegen und viel stärker regulieren, als er es gegenwärtig tut. Dafür ließ er sich schelten.
Um im Alter genug Geld zu haben, zahlen viele Arbeitnehmer ihr Gespartes bei Versorgungswerken ein. So erhoffen sie sich, ausreichend abgesichert zu sein. Doch ist das Geld beim Versorgungswerk sicher angelegt? Oder kann die Finanzkrise auch hier zuschlagen?
Die Pleitebanker sind nicht vor der Justiz sicher, auch wenn zur Zeit jeder noch so tut. Staatsanwälte haben sich schon bei der Mannesmann-Affäre die Großmanager Ackermann, Esser und Co gegriffen, auch wenn das anfangs die hohe Politik zu einem Schlag gegen den Standort Deutschland erklärte. Und genauso ist auch heute ein Prozess gegen den einen oder anderen Pleite-Banker denkbar nach demselben Paragrafen 266 des StGB.
Angesichts der von der Regierung beschlossenen Rettungsaktion für die Banken stellt sich auch die Frage nach der Rolle des Landesbanken. Spielt der Staat hier schon lange den Banker? Ist er mitverantwortlich für die Finanzkrise?
Gold gilt in Zeiten der Stürme und Orkane auf den Finanzmärkten als der sichere Hafen. Anleger parken hier ihr Vermögen, um es vor dem Untergang zu schützen. Derzeit ist die Nachfrage so hoch wie noch nie. Das Gold wird darum knapp, der Preis steigt.
Es geht um eine Billion Euro, oder anders gesagt: 1000 Milliarden Euro - so viel Geld haben die Deutschen auf Giro- und Sparkonten und als Tages- und Festgeld gespart. Genau kann man das nicht sagen, da die Bundesbankstatistik bei Girokonten und Termingeldern keine Unterscheidung zwischen privaten Haushalten und Unternehmen vornimmt.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Hundert Prozent harmonisch - Zum Parteitag der Linken
Sendezeit: 16.06.2013, 18:40
Bundeswehr hat gefährlichsten Außenposten in Afghanistan geräumt
Sendezeit: 16.06.2013, 18:32
Point-Alpha-Preis für Lech Walesa
Sendezeit: 16.06.2013, 18:31
dradio-Recorder
im Beta-Test: