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FLUCHT UND VERTREIBUNG

Flucht und Vertreibung - Zeitzeugen berichten
Programmschwerpunkt im Deutschlandfunk

Flüchtlinge in Berlin (Bild: AP Archiv/Henry Burroughs)
Flüchtlinge in Berlin (Bild: AP Archiv/Henry Burroughs)

Im Februar dieses Jahres hatte der Journalist Wolf von Lojewski auf unsere Bitte hin die Hörerschaft des Deutschlandfunk gebeten, Tagebücher, Briefe und Erinnerungsberichte über Flucht und Vertreibung zur Verfügung stellten. Über 1300 Einsendungen - im Durchschnitt jeweils circa 30 Seiten - sind daraufhin eingegangen und von einer Projektgruppe in den letzten Monaten gesichtet und durchgearbeitet worden. Das Ergebnis eines sehr langwierigen und sorgfältigen Auswahlprozesses können Sie vom 29. November an in den "Informationen am Morgen" im Deutschlandfunk hören. An 14 Tagen beleuchten wir jeweils um 8.20 Uhr die unterschiedlichsten Aspekte des Themas: vom Beginn der Flucht vor dem Krieg über die Schilderung der Trecks bis hin zur Vertreibung aus den damaligen deutschen Ostgebieten und der Ankunft im Westen. Das Versagen der deutschen Behörden wird ebenso thematisiert wie die Räumung der KZs und Traumatisierung von Frauen und Kindern. Zwei Beiträge sind jenen Polen gewidmet, die aus dem Osten ihrer Heimat zwangsweise nach Westen geschickt wurden.

Die Zeitfunkserie ist Teil eines größeren Programmschwerpunkts, den der Deutschlandfunk dem Thema "Flucht und Vertreibung" widmet. Bis weit ins Jahr 2005 hinein werden wir uns mit den europäischen Dimensionen dieses Problems befassen. Für die dritte Generation danach bietet sich die Gelegenheit, mit ungläubig staunenden Augen auf dieses extrem brutale 20. Jahrhundert zurückzuschauen, in dem es als ein völkerrechtlich durchaus probates Mittel erschien, verfeindete Volksgruppen zwangsweise zu trennen, auch um den Preis der Entwurzelung ganzer Völker. Völkerrechtlich sehen wir das heute anders, aber wie uns Darfour zeigt, reicht diese Praxis bis in die Gegenwart.

Peter Lange

NÄCHSTE SENDUNG

13.02.2012 08:20 Uhr



SENDUNG VOM 12.12.2004

Teil 14: Fahrt ins Ungewisse

Im Juli '46 begann die Evakuierung des Kreises Jauer. Vater hatte die Aufgabe, die Leute waggonweise einzuteilen, Waggonälterste zu bestimmen und Waggonlisten schreiben zu lassen. So erinnert sich Peter Schiefer, damals 15 Jahre alt, an die letzten Stunden am Bahnhof seiner niederschlesischen Heimatstadt. [...]

Flucht und Vertreibung · 12.12.2004

 
 

SENDUNG VOM 11.12.2004

Teil 13: Die Tschechen und die Vertreibung der Deutschen

Wir ahnten noch nicht, dass dieser Wahnsinnsmontag, dieser 7.Mai 45, der Tag "X" für die Tschechen war, an dem sie mit ihrer Rache begannen. Sie verdrehten als erstes alle Wegweiser und standen höhnisch grinsend an den Straßen, wenn wir im Kreise fuhren. [...]

Flucht und Vertreibung · 11.12.2004

 
 

SENDUNG VOM 10.12.2004

Teil 12: Unter Polen

Am 2. Juni 45 waren wir wieder daheim! Ein wehmütiges Gefühl im Herzen beschlich uns. Mit Pferd und Wagen waren wir ausgezogen und als Bettler kehrten wir wieder heim. Die Freude ist bei Ida Helene Ulm trotzdem groß. Mit ihren beiden Kindern war sie zunächst vor den sowjetischen Truppen ins Sudetenland geflüchtet. Jetzt kehrt sie zurück nach Reesewitz bei Breslau. [...]

Flucht und Vertreibung · 10.12.2004

 
 

SENDUNG VOM 09.12.2004

Teil 11: Polnische Siedler im 'Westen'

Die Stadt brennt. Wir wussten zuerst nicht, warum... Dann stellte sich heraus, dass die Sowjetsoldaten auf diese Weise das Kriegsende feierten... Wodka... und Rache... an der Bevölkerung. Und zwar egal, ob das Deutsche waren oder sonst wer... Sie zerstörten, verbrannten und vergewaltigten... [...]

Flucht und Vertreibung · 09.12.2004

 
 

SENDUNG VOM 08.12.2004

Teil 10: Die Zwangsumsiedlung der Polen

Die Haltung der Sowjets war klar: Hier ist ab jetzt russisches, sowjetisches Territorium - litauisch-sowjetisch. Das war so ein Spiel von ihrer Seite, denn formal war das ja Litauen. Und deshalb säuberten sie die Gegend von den Polen. Die hatten wohl vor irgendeinem Widerstand Angst! Die wollten also einfach ein ethnisch "sauberes" Gebiet! [...]

Flucht und Vertreibung · 08.12.2004

 
 

SENDUNG VOM 07.12.2004

Teil 9: Mit den Augen der Kinder.

Kurz vor Weihnachten 1944 erzählten sich die Leute immer nur vom Flüchten. Das die Russen alle Tage mehr Land eroberten, daß die Soldaten vorne an der Front keine Munition mehr hatten, bei der Kälte erfroren und zuletzt auch keine Lebensmittel mehr heran bekamen. Da wurden die Menschen unruhig. [...]

Flucht und Vertreibung · 07.12.2004

 

Zu dieser Sendung gibt es eine CD, die Sie im Webshop des DeutschlandRadios bestellen können.

 

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Deutschlandfunk

Al-Qaidas al-Zawaheri stellt sich hinter die Revolte in Syrien

Sendezeit: 12.02.2012, 13:22

BKA-Datenpanne bei NSU-Ermittlungen?

Sendezeit: 12.02.2012, 13:14

Seehofer will Euro-Volksabstimmung

Sendezeit: 12.02.2012, 13:10

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