16.06.2013 16:35 Uhr
Das oberste US-Gericht hat gestern Abend die Patente auf zwei brustkrebsauslösende Gene für ungültig erklärt, die sich das Pharma-Unternehmen Myriad Genetics 1998 gesichert hatte. In der Begründung heißt es, menschliches Erbgut sei ein Produkt der Natur und könne deshalb nicht patentiert werden.
Der antarktische Eispanzer ist der größte Süßwasserspeicher der Erde und das größte Risiko für den Anstieg des Meeresspiegels. Entscheidend für seine Stabilität sind die vorgelagerten Schelfeise. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat sich diese nun genauer angeschaut und untersucht, durch welche Prozesse die antarktischen Schelfeise Masse verlieren.
Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Das sagte schon der kapitalismuskritische Bert Brecht. Und er hat offenbar mit beidem Recht gehabt. Ein Bonner Forscher hat Hunderte von Probanden vor die Wahl gestellt, selbst Geld zu verdienen oder einer Labormaus das Leben zu schenken. Er wollte herausfinden, wie stark die Gesetze des Marktes unseren Wertekompass vom Kurs abbringen.
Rund ein Fünftel der weltweiten Süßwasservorräte stecken in der Erde. Hydrologen schätzen die Menge des Grundwassers global auf 10 Millionen Kubikkilometer. Sie genau zu erfassen ist allerdings sehr schwer. Zumindest die großräumigen Veränderungen der Grundwasserstände lassen sich seit rund zehn Jahren anhand von Satellitenmessungen erkennen. Die Bilanz fällt negativ aus.
Genetik · Eine internationale Forschergruppe hat das Genom von mittelalterlichen Lepra-Erregern entziffert. +++ Genetik · Eine Umprogrammierung erzeugt Blut-Stammzellen. +++ Physik · Metronome schwingen ein bisschen im Gleichtakt. +++ Luftfahrt · Der Airbus A350 hat seinen Erstflug absolviert. +++ Biologie · Manche Aale leuchten unter Blaulicht.
Geparden sind die schnellsten Landtiere der Welt: In einem Rennen könnte nur ein anderer Gepard gegen sie gewinnen, denn von Null auf 100 brauchen sie nur wenige Schritte. Doch das scheint gar nicht ihren Jagderfolg auszumachen, blitzartige Tempo- und Richtungswechsel dagegen schon.
Der arktische Ozean wird einer der Schauplätze der Rohstoffjagd in diesem Jahrhundert sein. Firmen wie der norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil sind bereits vor Ort und erschließen die Tiefsee. Norwegische Forscher haben sich deshalb bei der Untersuchung möglicher Risiken auf die Barentssee konzentriert.
Geschätzt rund 1,5 Milliarden Tonnen Gesteinsstaub werden jährlich aus Wüsten wie der Sahara in die Atmosphäre geblasen. Als mineralische Aerosole beeinflussen sie dort die Wolkenbildung. Laut einer Studie britischer Forscher ist Staub aber nicht gleich Staub.
Kinofilme sind heutzutage Investitionen, die die meisten Firmen schnell überfordern können. Marktforschung ist daher eines der wichtigsten Instrumente, die die Produktionsfirmen einsetzen. Selbst wenn ein Film schon im Kasten ist, lässt sich noch einiges drehen, zum Beispiel mit der Online-Enzyklopädie Wikipedia.
Physiologie · Bisphenol A in Plastikflaschen gelangt vom Mund direkt ins Blut. +++ Geophysik · Wasser ist möglicherweise doch kein Schmiermittel im Erdmantel. +++ Planetologie · Auf Marsfotos sieht man deutlich Rinnen an den Flanken von Sanddünen und Felshängen. +++ Paläontologie · Vor mehr als 300 Millionen Jahren stapfte ein Ursaurier durch Deutschland. +++ Psychologie · Selbst ein absolutes Gehör ist fehlbar.
Das Schmallenberg-Virus ist nach dem Virus der Blauzungenkrankheit der zweite Krankheitserreger einer Tierseuche, der von winzigen Mücken, den Gnitzen, übertragen wird. Doch während die Blauzungenkrankheit nach Impfungen im Rückgang ist, dürfte das Schmallenberg-Virus die Tierhalter länger beschäftigen.
Während Elbanrainer mit Bangen auf die Pegelstände blicken, interessieren sich Gewässerforscher für eine andere Größe. Für sie ist der sogenannte Abfluss entscheidend zur Hochwasservorhersage. Doch nur zwei Boote sind derzeit auf der Elbe für Abflussmessungen im Einsatz.
Beiträge zum Nachhören
Forschung Aktuell
Sternzeit 14.Juni 2013
Sendezeit: 14.06.2013, 16:57
Die Wissenschaftsmeldungen des Tages
Sendezeit: 14.06.2013, 16:53
Grundwasserbilanz aus dem All mithilfe von GRACE
Sendezeit: 14.06.2013, 16:50
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