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25.05.2005
Drei Adoptivkinder, die aus eingefrorenen Embryos stammen, bei einer Pressekonferenz zur Stammzellenentscheidung des Repräsentantenhauses im Capitol, Washington. (Bild: AP) Drei Adoptivkinder, die aus eingefrorenen Embryos stammen, bei einer Pressekonferenz zur Stammzellenentscheidung des Repräsentantenhauses im Capitol, Washington. (Bild: AP)

Stammzellenstreit in den USA

Präsident Bush droht Veto gegen Ausweitung Förderung von Stammzellforschung an

Stammzellforschung. - Spätestens seit ihnen die Züchtung von Stammzelllinien gelungen ist, gelten koreanische Biowissenschaftler als führend auf diesem Gebiet. Hierzulande sprach sich Bundeskanzler Schröder kurz nach der Nachricht aus Korea für eine Lockerung von Beschränkungen der Stammzellforschung hierzulande aus. Das US-amerikanische Repräsentantenhaus hat nun eine Erweiterung der Förderung von Stammzellforschung beschlossen und darüber einen Streit mit Präsident Bush entfacht.

Konkret ging es darum, ob das National Institute of Health (NIH) finanzielle Mittel für die Nutzung überzähliger Embryonen in der Stammzellforschung freigeben soll. Solche Embryonen entstehen bei der künstlichen Befruchtung. Die Eltern können sie zur Adoption freigeben oder sie vernichten lassen. Das neue Gesetz soll als zusätzliche Option eine Freigabe für die Forschung enthalten. NIH-Fördermittel können in den USA bislang für die Forschung mit derartigen Stammzellen nicht gewährt werden, einzig die Arbeit mit älteren Stammzelllinien, die vor dem August 2001 hergestellt wurden, kann gefördert werden. Damit wollte man verhindern, dass neue Stammzelllinien eigens für Forschungszwecke produziert werden.

Mit seiner Entscheidung auch Forschung mit neuen Stammzelllinien durch öffentliche Gelder zu fördern, hat das Repräsentantenhauses US-Präsident George Bush gegen sich aufgebracht: Bush kündigte ein Veto gegen die Gesetzesänderung an, das nur mit einer Zweidrittel-Mehrheit im Repräsentantenhaus zu kippen wäre. Derzeit scheint es eine ausreichende Mehrheit dort aber nicht zu geben. Auch ein erfolgreiches Veto des Präsidenten würde aber nicht das Ende der Stammzellforschung in den USA bedeuten. Denn zum einen ist die selbst oder privat finanzierte Forschung auch an neueren Stammzelllinien erlaubt, zum anderen steht es den Bundesstaaten frei, eigene Fördermittel zu gewähren. Kalifornien beispielsweise will in den nächsten zehn Jahren drei Milliarden Dollar für die Stammzellforschung und das therapeutische Klonen zur Verfügung stellen.

[Quelle: Grit Kienzlen]


 
 

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