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03.08.2005
Der US-amerikanische Raumfahrer Stephen Robinson repariert die "Discovery". (Bild: AP) Der US-amerikanische Raumfahrer Stephen Robinson repariert die "Discovery". (Bild: AP)

Reparatur geglückt

Die Raumfähre "Discovery" hat wieder eine glatte Haut

Raumfahrt. - Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt hat ein Astronaut sein Space Shuttle im All repariert. Der US-amerikanische Raumfahrer Stephen Robinson hat am Mittwoch Materialreste zwischen Hitzekacheln an der Unterseite der Raumfähre "Discovery" entfernt, um mögliche Luftverwirbelungen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu verhindern.

Rund sechs Stunden dauerte der Weltraumspaziergang am Mittwoch, bei dem auch die Reparatur der Shuttle-Unterseite durchgeführt wurde. Vor der mit Spannung erwarteten Premiere standen einige ohnehin geplante Aufgaben auf dem Programm: So wurde ein externer Stauraum an der Internationalen Raumstation ISS angeschlossen, dann ein materialwissenschaftliches Experiment durchgeführt, bevor es schließlich an die Reparatur selbst ging. Dazu ließ sich Robinson an einen Roboterarm schnallen, mit dem er vorsichtig unter den Bauch der Raumfähre gebracht wurde. Um 14:45 Uhr deutscher Zeit zog er schließlich den ersten, 2,5 Zentimeter überstehenden Füllstreifen aus dem Raum zwischen den Hitzekacheln, knapp zehn Minuten später den zweiten, der um 1,5 Zentimeter aus den Kachel hervorragte. Weitere Faserstücke sehe er nicht, so Robinson.

Die Nasa befürchtete, dass die überstehenden Dichtungen sich bei der Rückkehr der Fähre hätten entzünden oder kritische Luftverwirbelungen auslösen können. Bei der Landung muss der Shuttle in einer halben Stunde von 28.000 Stundenkilometern auf Null abbremsen, was fast ausschließlich durch Reibung in der Atmosphäre geschieht. Dafür ist es wichtig, dass an der Unterseite des Shuttles die Luft gleichmäßig entlang strömen kann. Dann bildet sich an der Oberfläche eine Art Luftkissen, in der es nur 1600 Grad heiß ist. Schon wenige Zentimeter weiter vom Hitzeschild des Shuttle entfernt ist die Luft hingegen bis zu 5000 Grad heiß. Mit der Beseitigung der Unebenheiten wollte die Nasa mögliche Turbulenzen verhindern, die möglicherweise zu höheren Temperaturen auf den Hitzekacheln geführt hätten. Der erste Flug einer amerikanischen Raumfähre ins All seit dem Absturz der "Columbia" im Februar 2003 soll noch bis zum Montag dauern.

[Quelle: Dirk Lorenzen]


 
 

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