Kein anderer Sport hat die Dichter und Denker so fasziniert wie das Boxen. In der aufgeklärten Gesellschaft gibt es einen Ort, an dem vor den Augen der Öffentlichkeit ein Mensch den anderen bekämpfen muss. Ein Ort, an dem Körperverletzung erlaubt ist. Ein Ort der Gewalt, wo ein Leben vor Publikum in Gefahr gebracht werden darf.
Boxen ist Sinnbild öffentlicher Begierde und Wollust. Die Londoner Regeln von 1838 schrieben die Größe des Ringes vor, verboten Tiefschläge und Kopfstöße. Heute sind die Regeln wesentlich strenger, und ein Arzt wacht über die Gesundheit der Sportler. Und doch gibt es nach wie vor das archaische Moment des Kampfes Mann gegen Mann, das Millionen in den Bann zieht.
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